Bern

ISC stillt Musikdurst

BernMit ­BerNoise lanciert der Berner ISC Club ein neues Förder­format für junge Bands und DJs aus Bern. Am Donnerstag ging die Plattform mit vier Acts, die unterschiedlicher nicht sein könnten, in die erste Runde.

Von Elektro bis Rock: Bei der ersten Ausgabe von BerNoise des ISC Club Bern war eine breite Musik-Palette vorhanden. (Symbolbild)

Von Elektro bis Rock: Bei der ersten Ausgabe von BerNoise des ISC Club Bern war eine breite Musik-Palette vorhanden. (Symbolbild) Bild: Fotolia

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Bernoise? Das tönt erst mal nach einer Lektion Französisch. Doch davon fehlt jede Spur. Vielmehr paart der ISC Club Bern ein deutsches und ein englisches Wort, und fertig ist der Name des neuen Musikförderformats BerNoise. Das Format soll talentierte Berner Bands und DJanes fördern und diesen eine Plattform bieten. Bis zum 31. Januar 2017 konnten sich Berner Bands, Solokünstlerinnen, aber auch DJs mit wenig Bühnenerfahrung um einen Auftritt im ISC bewerben.

Musikalisch wagt das Format zwar keine grossen Sprünge, denn es orientiert sich an den Musikrichtungen Pop, Rock, Hip-Hop und Electronica, die auch sonst im ISC zu hören sind. Dennoch winkt einem der Acts, neben Ruhm und Ehre, die Eröffnung des alljährlichen ISC Rock Out Festival als Gewinn, das dieses Jahr am 9. September 2017 im Ringgenpärkli stattfinden wird.

Rockig-punkiger Einstieg

Für die erste Ausgabe von BerNoise wählte die fünfköpfige Jury vier Acts aus: das Garage-Gaze-Trio Wilibald, die Rocktruppe von Ratskcors, das Electronic-Duo The Lugubrious und den Deep-House-Techno-DJ Dude. Wilibald eröffnete am Donnerstag den Abend überraschend mit einem gekonnten Duett aus weiblicher und männlicher Stimme. Während zerfallende Gebäude besungen werden, wechseln sich rockig-punkige Gitarrenriffs mit träumerisch poppigen Musikelementen ab.

Die zweite vierköpfige Band Ratskcors mit dominanter Frontfrau gab dem Abend mit eigenen Songs und Wolfmother-Covers einen noch härteren Dreh. Das klassische Rockfundament wurde mit einer Posaune, die jedoch zeitweise etwas fehl am Platz wirkte, ergänzt.

Träumerischer zweiter Teil

Teil zwei des Konzertsets war leichter und gab Platz zum Träumen. Den Anfang machte das Electronic-Duo The Lugubrious, welches jedoch zu viert, erweitert um einen Drummer und einen Gitarristen, auf der Bühne stand. Langsam gab sich das Publikum den sanfteren Tönen hin, tauchte in Unterwasserwelten ab und tanzte mit geschlossenen Augen zu instrumentaler Musik, die sich wellenartig über dieses ergoss. Zum Abschluss des Abends gab sich DJ Dude mit einem Mixset aus Techno, Deep und Tech House sowie Indie-Dance die Ehre. Und auch wenn man kein Französisch versteht, wurde klar: Ein erfrischendes Format, das nicht nur den Musikdurst des Publikums stillte, sondern auch den Bühnenhunger der vier Talente.

Neues ISC-Format: Die nächste Ausgabe findet am 12. Oktober statt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.05.2017, 20:21 Uhr

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