Bern

Berner Stadtrat will belebte Schaufenster

BernDer Berner Stadtrat hat eine Motion gutgeheissen, die tote Schaufenster verhindern soll.

Leere Schaufenster oder solche, in denen nur Monitore stehen, sind dem Stadtrat ein Dorn im Auge.

Leere Schaufenster oder solche, in denen nur Monitore stehen, sind dem Stadtrat ein Dorn im Auge. Bild: Urs Baumann

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Der Berner Stadtrat will keine weiteren toten Schaufenster in der unteren Altstadt. Mit 47 zu 11 Stimmen hat er am Donnerstag eine entsprechende SP-Motion überwiesen und beim Gemeinderat eine Änderung der Bauordnung bestellt.

Die Motionäre schlagen vor, dass Laden- und Parterregeschosse ausschliesslich kleinen Läden und Gewerbebetrieben, Restaurants und Kulturlokalen zur Verfügung stehen sollen.

Ein Dorn im Auge sind ihnen Schaufenster, die entweder blind oder bloss mit Monitoren bestückt sind. Für dieses unschöne Bild verantwortlich seien Banken und andere Dienstleister, die sich zusehends in der Altstadt breit machten.

Die Motion wurde auch mit Stimmen von GLP und BDP/CVP überwiesen. Die beiden Mitte-Fraktionen wünschten sich vom Gemeinderat allerdings eine weniger restriktive Formulierung als sie die SP vorgeschlagen hatte.

Gegen den Vorstoss wandten sich SVP und FDP. Schuld an der Verödung der Altstadt seien nicht die Finanzdienstleister, sondern Anwohner mit ihren Lärmklagen, die schlechte Erschliessung und die starren Ladenöffnungszeiten, sagte etwa der Jungfreisinnige Thomas Berger namens der FDP-Fraktion. Vor einem unzulässigen Eingriff in die Gewerbefreiheit warnte Alexander Feuz von der SVP-Fraktion.

Stadtpräsident Alec von Graffenried sagte, der Gemeinderat sei bereit, eine Änderung der Bauordnung vorzulegen. Die gewünschte Regulierung müsse aber mit Augenmass erfolgen. Die Bewilligungsbehörde brauche in der Praxis einen gewissen Spielraum. Bekanntlich gebe es eine ganze Reihe von Forderungen für die revidierte Bauordnung, sagte der Stadtpräsident weiter. Bis diese vors Volk komme, werde es noch einige Jahre dauern. (sda)

Erstellt: 16.02.2017, 19:15 Uhr

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