Interlaken

Die Raiffeisenbank Jungfrau erfindet sich neu

InterlakenMit einer neuen Beratungsbank am Marktplatz ersetzt Raiffeisen Jungfrau die Geschäftsstellen Matten und Unterseen. Die übrigen Geschäftsstellen bleiben erhalten. Der Beratungsservice am Hauptsitz Interlaken-Ost wird ausgebaut.

In diesem Wohn- und Geschäftshaus an der Marktgasse 17 in Interlaken wird im Erdgeschoss (rechts) die Raiffeisenbank Jungfrau im kommenden Herbst ihre neue Geschäftsstelle eröffnen.

In diesem Wohn- und Geschäftshaus an der Marktgasse 17 in Interlaken wird im Erdgeschoss (rechts) die Raiffeisenbank Jungfrau im kommenden Herbst ihre neue Geschäftsstelle eröffnen. Bild: Hans Urfer

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«Digitale Transformation» ist derzeit in aller Munde. Wie die Raiffeisenbank Jungfrau die Veränderungen umsetzt, erfuhren ihre Kunden am Mittwoch per Post. An der Orientierung der Medien berichteten Nils von Allmen, Präsident des Verwaltungsrates, und Bernhard Nufer, Vorsitzender der Bankleitung, über die bis Ende 2017 geplanten Änderungen.

Die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen wurden nicht kommuniziert, da sie laut Nufer viel mehr als die baulichen Massnahmen betreffen. Bis zum Frühsommer wird im 2012 eröffneten Hauptsitz «der bestehende Schalterbereich in eine offene Kundenhalle mit grosszügigen Beratungsinseln umgestaltet». Während und nach dem Umbau beraten Mitarbeitende die Kunden weiterhin.

Mitarbeiter können bleiben

Im kommenden Herbst öffnet die neue Beratungsbank Marktplatz an der Marktgasse 17 ihre Türen, die ganztags geöffnet sein werden; dies im Gegensatz zu den Geschäftsstellen Matten und Unterseen, die nur halbtags bedient sind und auf Ende Jahr geschlossen werden. Weiterhin bestehen an diesen beiden Standorten die Angebote via Bancomat, von welchen die Raiffeisenbank Jungfrau in ihrem Gebiet elf betreibt.

Es bleiben alle 54 Hundertprozentstellen mit insgesamt 70 Mitarbeitenden erhalten.

Wie von Allmen und Nufer festhielten, bleiben alle 54 Hundertprozentstellen mit insgesamt 70 Mitarbeitenden erhalten. Neben dem Hauptsitz und der neuen Bank am Marktplatz betreut die Raiffeisenbank Jungfrau ihre Kundschaft weiterhin in ihren Geschäftsstellen Beatenberg, Bönigen, Habkern, Iseltwald, Niederried, Ringgenberg und Wilderswil.

Online ist gefragt

Die Anpassungen im Geschäftsstellennetz begründeten die Verantwortlichen mit den sich verändernden Kundenbedürfnissen. Während 2010 rund 46 Prozent der über 20'300 Kunden nie am Schalter waren, blieben 2016 ­bereits gegen 57 Prozent dem Schalter fern. Nur 19 Prozent veranlassten mindestens sechs Schaltertransaktionen pro Jahr. Laufend erweiterte – und vor allem von der jungen Generation geforderte – Onlinedienstleistungen werden nach Schätzungen der Fachleute «die konventionellen Bankprodukte teilweise substituieren oder gar verdrängen».

Einhellig versprachen von Allmen und Nufer, nebst den erweiterten Beraterbanken Interlaken-Ost und Marktplatz würden Kunden nach Bedarf an allen Standorten auch ausserhalb der Schalteröffnungszeiten oder zu Hause beraten. Denn, so schreiben die Beiden in der Medienmitteilung: «Das Bedürfnis nach umfassender und individueller Beratung in Finanzfragen steigt laufend an.»

Dass der sich an den Kundenbedürfnissen orientierende Prozess mit diesem Umbau nicht abgeschlossen sei, bestätigten Nils Allmen und Bernhard Nufer und sagten: «Dies werden wir auch an der Generalversammlung vom 21. April, wie jedes Jahr, wieder­holen.»

(Berner Oberländer)

Erstellt: 02.03.2017, 07:29 Uhr

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