Interlaken

Wenn Schwingerfreunde reisen ...

InterlakenDas Organisationskomitee des Unspunnen-Schwingets 2017 reiste mit den zwei Oberländer Schwingerkönigen und Sponsoren aufs Joch. In Nebel und Schnee.

Vor den Edelweiss-Sternen auf dem Jungfraujoch (v. l.): Schwingerkönig Matthias Glarner, Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler,  Hannes Rubin, OK-Präsident des Unspunnen-Schwingets, und Schwingerkönig Kilian Wenger.

Vor den Edelweiss-Sternen auf dem Jungfraujoch (v. l.): Schwingerkönig Matthias Glarner, Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler, Hannes Rubin, OK-Präsident des Unspunnen-Schwingets, und Schwingerkönig Kilian Wenger. Bild: Anne-Marie Günter

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Alles ist parat, und der ­eidgenössische Verband schickt uns die 120 besten Schwinger im Land», sagte Hannes Rubin, OK-Präsident des Un­spunnen-Schwingets 2017, ges­tern auf dem Jungfraujoch. 4,5 Hektaren Höhematte stehen für den Traditionsschwinget mit «Eid­genössischem» Charakter zur Verfügung. Die Tickets wurden alle den Verbänden abge­geben.

1805 und 1808 gewannen die Oberländer Hans Stähli aus Brienz und Peter Brog aus Oberhasle an den sagenhaften Alphirtenfesten das Schwingen. Und seither standen die Chancen wahrscheinlich nie so gut wie 2017, dass wieder ein Oberländer obenaus schwingt. Jedenfalls zeigten sich sowohl Kilian Wenger als auch Matthias Glarner höchst motiviert, ihren Götti­buben Gottlieb, den im Stall von Daniel Bieri stehenden Siegermuni, am 27. August zu gewinnen.

Dagegenhalten wird sicher, und das wussten die Vertreter von Emmentaler Switzerland AOP auf dem Jungfraujoch genau, Matthias Sempach, der dritte im Bund der Berner Könige. Der Titel Unspunnen-Schwinget-Sieger ist rarer als Schwinger­könig. 2017 wird der 17. Sieger gekürt – oder der 19., weil 1895 gleich drei Schwingete statt­fanden. Gute Erinnerungen an Unspunnen hatte Guido Thürig, als Sponsorenvertreter auf dem Joch. Er belegte 2006 für die Aargauer den dritten Rang.

Zur Tradition werden lassen will Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, die Reise des OK mit den Schwinget-Sponsoren auf das Joch. Diese nahmen gestern das schlechte Wetter inklusive dichten Schneefalls gern in Kauf, wenn es dafür am 27. August besonders schön wird. Und was nimmt ein Schwingerkönig auf so eine Reise mit Sponsoren und Verbandsgrössen mit? «Den Autoschlüssel, das Handy, gute Laune und die Sonne . . . jedenfalls im Herzen», sagte Matthias Glarner.

Adrian Affolter, Präsident des Bernisch-Kantonalen Schwingerverbands, nahm bereits den vierten Anlauf, auf dem Jungfraujoch die Hochgebirgslandschaft und nicht Nebel zu sehen. Zu erleben gabs dank der Inszenierungen auf dem Joch trotzdem viel. So rollt man zum Beispiel bequem auf einem Band an den Bildern vorbei, auf denen die Arbeiter mit Pickeln den Tunnel in den Fels hauen. «Es beeindruckt mich sehr, welch schwere Arbeit damals geleistet wurde», sagte Kilian Wenger. (Berner Oberländer)

Erstellt: 19.05.2017, 20:33 Uhr

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