Oberhofen

Wochen der Wahrheit für das Hallenbad

OberhofenIn den nächsten Wochen und Monaten werden die Weichen für die Zukunft des Hallenbads Oberhofen gestellt. Eine Schliessung bleibt eine Option – wenn auch die letzte.

Das Hallenbad Oberhofen ist in die Jahre gekommen. Ein Sanierungs- und Erweiterungsprojekt soll es fit für die Zukunft machen.

Das Hallenbad Oberhofen ist in die Jahre gekommen. Ein Sanierungs- und Erweiterungsprojekt soll es fit für die Zukunft machen. Bild: Patric Spahni

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Am 17.Juni 1977 öffnete das Hallenbad Oberhofen seine Türen. Rund fünf Millionen Besucher haben sich seither dort vergnügt. Die Zukunft der beliebten Anlage ist eng mit dem Sanierungs- und Erweiterungsprojekt verbunden, welches die Sportzentrum Wichterheer AG erarbeitet hat. Rund 7,5 Millionen Franken soll es kosten, sagte Verwaltungsratspräsident Josef Zuppiger am Montagabend an der Gemeindeversammlung Oberhofen.

Knapp die Hälfte der Kosten – 3,5 Millionen Franken – werden die Trägergemeinden Oberhofen, Hilterfingen, Heiligenschwendi und Sigriswil zu stemmen haben. Sie werden voraussichtlich noch heuer über die Kredite befinden. Weiter soll der kantonale Sportfonds angezapft werden, und auch die aktuell 1449 Aktionäre werden ihren Teil beitragen müssen.

Vorläufig kein Aussenbecken

«Sollten wir das Geld nicht zusammenbekommen, ist die Schliessung eine der Optionen», sagte Zuppiger. Lediglich eine Sanierung mache kaum Sinn, weil dann weiterhin Defizite eingefahren würden. «Wir wollen die Anlage attraktiver machen, damit sie selbsttragend wird.»

In einem ersten Schritt soll die Gebäudehülle saniert werden. Geplant ist weiter, den Fitnessbereich zu vergrössern sowie ein Planschbecken für die kleinsten Gäste zu erstellen. Weiter soll die Rutschbahn erneuert und das Hallenbad endlich behindertengerecht gestaltet werden. Aus Kostengründen ist derzeit ein Aussenbad – im Raum standen ein 25-Meter-Becken oder ein Wellnessbad – kein Thema.

Zuppiger hat aber die Vision eines Naturbades – eine Art Schwimmteich. «Das wäre eine Attraktion weit über die Region hinaus», ist der Verwaltungsratspräsident überzeugt. Das sei aber vorderhand Zukunftsmusik. «Geht alles glatt, beginnen die Arbeiten bereits im Sommer 2016, sonst dann ein Jahr später», sagte Josef Zuppiger weiter.

Was macht die Migros?

Eine zentrale Frage ist aber weiterhin ungeklärt – nämlich wer die Anlage künftig betreiben soll. Der Mietvertrag mit der Migros läuft Ende 2016 aus. «Es laufen Verhandlungen», sagte Zuppiger. Eine Möglichkeit sei, dass die Zusammenarbeit mit der Migros fortgesetzt werde, eine andere, das Hallenbad auf eigene Rechnung zu führen.

Aufseiten der Migros gibt man sich bedeckt. Es würden verschiedene Optionen geprüft, sagt Andrea Bauer von der Genossenschaft Migros Aare. «Wir gehen davon aus, dass wir Mitte Jahr einen Entscheid haben.» (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.05.2015, 08:05 Uhr

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