Steffisburg

Der Skatepark überzeugt

SteffisburgSeit zwei Monaten ist er offen, der Skatepark Steffisburg. Entspricht er den Bedürfnissen der ­Benutzerinnen und Benutzer? Ein Augenschein vor Ort an einem Freitagnachmittag ergab eine klare Antwort.

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Ein schulfreier Nachmittag, die Sonne wärmt die Luft auf mehr als 27 Grad. Wer kann, kühlt sich im See und mit einer Glace ab oder legt sich in den Schatten. Andere nutzen die Sommertemperaturen, um – mit etwas Fantasie – das Hawaii-Surf-Feeling nach Steffisburg zu holen.

Statt über Wellen gleiten ihre Bretter über Beton und Stahl und haben Rollen. Möglich ist das dank des vor knapp zwei Monaten eröffneten Skateparks zwischen dem Schulhaus Sonnenfeld, dem Radweg und dem Autobahnzubringer in Steffisburg.

Jeremy Hertig war erst zweijährig, als die Idee für den Park entstand. Der 15-Jährige fährt seit seiner Kindheit mit seinem BMX-Bike über die Schanzen des neben dem Skatepark gelegenen Dirt-Parks.

Trotz seiner Erfahrung mit rollenden Sportgeräten ist er im Skatepark mit einem Scooter unterwegs; auf dem Skateboard fühle er sich noch zu wenig sicher, um damit Tricks zu machen. Viel Zeit zum Üben hatte Jeremy noch nicht, da er diese Sportart erst mit der Eröffnung des Parks für sich entdeckte.

Grosse Nachfrage

Um sein Repertoire an Tricks zu vergrössern, schaut der Skateneuling Filmchen auf Youtube, beobachtet andere Fahrer im Park und versucht, das Gesehene zu imitieren. Gelingt ihm ein Manöver nicht, fragt er Leute im Park nach Tipps. Diese würden ihm immer helfen, freut er sich. Auch habe er im Park neue Freunde kennen gelernt, ein gemeinsames Hobby verbinde eben.

An diesem Nachmittag teilt sich Jeremy den Park mit sechs anderen Skatern. «Ein ungewohntes Bild», meint Roger Probst, der mit seinem Skateboard vor Ort ist. Oft seien um die dreissig Leute auf der Anlage unterwegs, «vom Vier- bis zum Vierzigjährigen». Einzig Frauen und Mädchen sehe man selten.

Seit siebzehn Jahren skatet der 29-Jährige und hat schon manchen Park getestet. Am meisten Zeit habe er in den Skateanlagen in Hünibach und Spiez verbracht, der Skatepark Steffisburg übertrumpfe diese aber mit seiner Qualität, Vielfalt und Sauberkeit: «Alle räumen ihren Müll weg, das soll so bleiben.»

Viel Platz zum Skaten

Die Vorzüge des Parks schätzt Matthias Röthenmund dermassen, dass er extra aus Bern nach Steffisburg gefahren ist. Nirgends sonst, nicht einmal in der Landeshauptstadt, finde er ein vergleichbares Angebot für Skater. Seine Kollegen aus Thun hätten ihn während der langen Planungsphase des Parks auf dem Laufenden gehalten.

Mit dem Resultat ist er zufrieden: Der Park biete viel Platz, sei überhaupt nicht eng. Am meisten schätzt er das Anspruchsniveau der Anlage: «Auch Nichtprofis können sich hier austoben und Spass haben.» Das offizielle Eröffnungsfest des Skateparks steht noch bevor: Am 17. Juni spielen Bands und DJs, auch ­Bikeshows und ein Best-Trick-Event sind vorgesehen. www.sk8park.ch (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 29.05.2017, 08:44 Uhr

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