Zulgtal

Im Kerngeschäft ist die Bank gewachsen

ZulgtalDie Raiffeisenbank Steffisburg weist eine Bilanz-summe von 490,3 Millionen Franken aus. Dies bedeutet ein Plus von 1,5 Prozent. Der Jahresgewinn ging indes auf knapp 1,4 Millionen Franken zurück.

VR-Präsident  Hans-Rudolf Zaugg (l.) und die Bankleitung konnten an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Steffisburg ein solides Jahresergebnis präsentieren.

VR-Präsident Hans-Rudolf Zaugg (l.) und die Bankleitung konnten an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Steffisburg ein solides Jahresergebnis präsentieren. Bild: sku

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«Angesichts der vielen Unsicherheiten in der Welt gilt es den Raiffeisen-Gedanken hochzuhalten», sagte Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Zaugg an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Steffisburg mit Blick auf den aktuellen USA-Präsidenten Donald Trump. Er meinte damit, die Kunden vor hohem Risiko zu schützen und dem Grundsatz der lokalen Verankerung nachzuleben. Der Verwaltungsratspräsident konnte den 906 Genossenschaftern am Samstag in der Expo-Halle Thun mit dem Jahresbericht 2016 ein solides Geschäftsjahr präsen­tieren.

Tiefere Margen

Dieses schliesst die Bank mit einem Jahresgewinn von knapp 1,4 Millionen Franken ab. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 2,3 Prozent (siehe Kasten), was auf Zinssenkungen und tiefere Zinsmargen zurückzuführen ist.

Im Kerngeschäft, den Hypotheken, konnte die Bank wachsen und um ein Prozent zulegen. Die Kundenausleihungen belaufen sich auf 357,3 Millionen Franken. Gewachsen ist ebenso die Bilanzsumme. Sie hat um 1,5 Prozent zugenommen und wird mit 490,3 Millionen Franken ausgewiesen. Ein Wachstum erzielte die Bank weiter bei den Kundengeldern. Mit 435,6 Millionen Franken stiegen diese um 1,8 Prozent.

Ausbau in Steffisburg?

Wie Hans-Rudolf Zaugg weiter ausführte, befassen sich die Bankenverantwortlichen seit längerem mit dem Gedanken, den Hauptsitz in Steffisburg auszubauen. «Wir hoffen, noch in diesem Jahr Lösungen zu finden», erläuterte er. «Mit den Eigenmitteln können wir einen Rekordwert vorweisen und liegen im Kanton Bern an zweiter Stelle der Bankinstitute», erklärte Hansueli Aebersold, Vorsitzender der Bankleitung.

In Zahlen ausgedrückt beläuft sich das Eigenkapital auf über 25 Millionen Franken, was einem Plus von 5,6 Prozent entspricht. Die Bank sei damit weit über den Vorgaben der Bankaufsicht und würde diese bereits auch schon für die Zukunft erfüllen.

Die Generalversammlung entschied schliesslich über die Verwendung des Jahresgewinns. Dabei fliessen 80 100 Franken in die Verzinsung des Genossenschaftskapitals mit 6 Prozent. Rund 1,31 Millionen Franken wurden den Reserven zuge­wiesen.

In Zahlen (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 20.03.2017, 08:19 Uhr

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