Schützen werden belastet

Die Sanierung des Kugelfangs, des Zielhangs und der Guntelseymatte wird kostspielig für die Schützen. Sie rechnen mit Kosten von über einer Million Franken.

An der Schiessanlage Guntelsey müssen Sanierungen vorgenommen werden: «Eine Million Franken reichen für die Arbeiten nicht aus», sagt VSGT-Präsident Ueli Brügger

An der Schiessanlage Guntelsey müssen Sanierungen vorgenommen werden: «Eine Million Franken reichen für die Arbeiten nicht aus», sagt VSGT-Präsident Ueli Brügger Bild: Peter Schneider

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«Wir Schützen müssen uns warm anziehen, denn es gibt viele Herausforderungen zu meistern», sagte Ueli Brügger, der Präsident der Vereinigten Schützengesellschaften der Gemeinde Thun (VSGT), an der von 22 Delegierten und vielen Gästen besuchten Versammlung in der Guntelsey. Der Parkplatz ist nach den Vorschriften des generellen Entwässerungsplans saniert.

Das 50-jährige Dach des Gebäudes müsse aber ­geflickt werden. Besonders die Sanierung des Kugelfangs, des Zielhangs (bis 2020) und der Gun­telseymatte werde kostspielig. Mit Probebohrungen wurde abgeklärt, ob der teilweise verseuchte Boden eine Gefahr für das Trinkwasser sein könnte. Vorläufig wurde ein Fütterungsverbot des Grases verfügt. Es wird geschnitten und in der Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt. «Eine Million Franken reicht für die Arbeiten nicht aus», sagte Brügger.

Dunkelrotes Budget

Die Rechnung 2016 schloss mit einem Defizit von knapp 1700 Franken ab, das Vermögen schrumpft dadurch. «Das Budget 2017 ist mit fast 100 000 Franken im Minus aussergewöhnlich schlecht», sagte die Kassiererin Pia Freitag. Nach dem Eidgenössischen Schützenfest 1995 hatte die VSGT mit neun Schützengesellschaften noch ein finanzielles Polster. Auch der Rückgang der aktiven Schützen beunruhigt Präsident Brügger.

Der Verein Oberhofen löst sich beispielsweise auf. Es gebe zu wenig engagierte Leute, die in den Vereinen mitarbeiten und Chargen übernehmen wollen. Darum macht er sich Gedanken über eine Dachorganisation, die den Wettbewerb anheize, bessere Bedingungen schaffe und gute Gruppen aus der Region zusammenbringe.

Mani und Jeremias geehrt

Zwei verdiente Vorstandsmitglieder wurden für ihren langjährigen Einsatz zu Ehrenmitgliedern ernannt: Hansruedi Mani von den Feldschützen Allmendingen und Eduard Jeremias von der Schützengesellschaft Strättligen. Beide arbeiten noch weiter. Der Vorstand wurde wiedergewählt. In zwei Jahren wird der ­Vizepräsident Kaspar Knauss das Präsidentenamt übernehmen.

Kreisleiter 300 Meter bleibt Hans Küffer, und in der 25- und 50-Meter-Distanz wird Hansueli Haldimann neu das Sagen haben. Ab sofort ist der Schiessbetrieb eröffnet, 2016 wurde an 206 Tagen geschossen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.03.2017, 13:18 Uhr

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