Jetzt hat auch der letzte Pöstler einen Elektroroller

Nachdem die Hochphase mit Briefträgern auf lärmigen und stinkenden Töffli schon länger vorbei ist, hat die Post jetzt auch den letzten Benzinroller ausgemustert.

Benzin-Töffli der Post gibt es jetzt nur noch im Museum.

Benzin-Töffli der Post gibt es jetzt nur noch im Museum. Bild: Post/zvg

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Die Post hat ihren letzten mit Benzin betriebenen Roller aus dem Verkehr genommen: Es ist ein Piaggio Liberty, das im schaffhausischen Stein am Rhein noch in der Briefzustellung unterwegs war. Als historischer Zeitzeuge kommt der Roller ins Depot des Museums für Kommunikation in Schwarzenburg, wie die Post bekannt gab.

Es war das letzte Exemplar von rund 70 derartigen Motorrädern, die letztes Jahr noch für die Briefzustellung unterwegs waren – von ursprünglich einst 7500. Seit Anfang 2017 sind nun alle rund 6300 zwei- und dreiräderigen Zustellfahrzeuge der Post batteriebetrieben. Das Staatsunternehmen betreibt nach eigenen Angaben die grösste derartige Elektrorollerflotte Europas.

Im Vergleich zu Benzinrollern können so 4600 Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden. Allerdings sind die benötigten Batterien für die Umwelt auch nicht unproblematisch. Nach etwa sieben Jahren reicht die Leistung nicht mehr für die täglichen Touren der Pöstler. Aussortierte Batterien sollen nun als statio­näre Stromspeicher in Gebäuden mit Solaranlagen ein zweites Leben erhalten. In der Umwelt-Arena Spreitenbach wird ein erster derartiger Speicher verbaut. (jw)

Erstellt: 06.01.2017, 19:15 Uhr

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