Ein Aufreger weniger: Frey verlässt YB

Michael Frey wechselt von den Young Boys zum FC Zürich. Der 22-jährige Stürmer unterschreibt beim Aufsteiger einen Vierjahresvertrag.

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Die Meldung kommt erstaunlich nüchtern daher, wenn man bedenkt, welche Emotionen Michael Frey beim Berner Publikum zu wecken vermochte. Ein paar Zeilen müssen im Communiqué der Young Boys genügen, um das Ende der Zeit des 22-jährigen Stürmers in Bern zu besiegeln. Am Schluss steht: «Der BSC Young Boys bedankt sich herzlich bei Michael Frey für seine geleisteten Dienste und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.» Das wars.

Die Zukunft führt Frey zum FC Zürich. Beim Aufsteiger trifft er auf Trainer Uli Forte, unter dem er 2013/2014 seine beste Saison bei den Young Boys absolviert hatte. Der Münsinger unterschrieb einen Vertrag bis 2021. Er wird die Nummer 9 tragen. Über die Ablösesumme wurde Stilschweigen vereinbart. «Frey ist ein absoluter Wunschtransfer», lässt Thomas Bickel, Leiter Sport beim FCZ, verlauten.

Nötiger Neuanfang

Für Frey, dessen Karriere nach rasantem Aufstieg in den letzten Jahren auch verletzungsbedingt ins Stocken geraten ist, beginnt ein neues Kapitel. An einem Ort, wo die Meinungen zu seiner Person noch nicht gemacht sind.

In Bern dagegen hatte der einstige Publikumsliebling seit seinem abrupten Abgang im Sommer 2014 nach Lille kaum jemanden kalt gelassen. Die einen ­sahen in ihm weiter einen Offensivakteur mit grossem Potenzial. Sie fanden ihn, der spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, erfrischend offen, spannend, cool. Die anderen wünschten sich Frey, wenn er mal wieder ein Tor sehr ausgelassen bejubelt hatte oder wenn ihm eine Ballannahme nicht wunschgemäss geglückt war, wahlweise auf den Mond oder den Mars.

Jetzt, wo Michael Frey in Zürich gelandet ist, sind die Young Boys um einen Aufreger ärmer. Das jedenfalls ist sicher.

Platz frei für Nsamé

Freys Abgang hat sich abgezeichnet. Obwohl der einstige YB-Junior mit seinem Werdegang, seinem Alter, seinen Voraussetzungen bestens zur Strategie der Young Boys passen würde. Aber seit seiner Rückkehr aus Lille via Luzern vor einem Jahr konnte er die Erwartungen selten erfüllen, in 41 Ernstkämpfen brachte er es auf 13 Tore. Zudem soll Frey, wenn ihm hin und wieder die Ersatzrolle zuteilwurde, für Unruhe im Team gesorgt haben.

Für ihn dürfte nun wohl Challenge-League-Torschützenkönig Jean-Pierre Nsamé von Servette verpflichtet werden. Der Kameruner hatte erklärt, er wolle zu YB. Und YB wolle ihn. Sportchef Spycher bestätigt das Interesse an Nsamé. Bislang hatte er im Kader aber keinen Platz zu vergeben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.06.2017, 22:26 Uhr

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