Auftakt mit Thuner Fehlstart

Favorit EHC Thun (2. in der Qualifikation) hat das erste Playoff-Viertelfinalspiel gegen Lyss (7.) klar mit 1:4 verloren.

Am Boden: Fabian Boss (Thun, Mitte) kann die Scheibe sitzend nicht kontrollieren.

Am Boden: Fabian Boss (Thun, Mitte) kann die Scheibe sitzend nicht kontrollieren. Bild: Markus Grunder

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Viele Chancen, keine Effizienz im Abschluss. Das ist die Erkenntnis, die nach der 1:4-Startniederlage gegen die kämpferisch ausgezeichneten Seeländer aus der Sicht der Thuner bleibt. «Ich wusste, dass es nicht einfach wird. Das hat die mittlerweile dritte Niederlage im vierten Saisonvergleich mit Lyss jetzt bestätigt», analysierte Thuns Cheftrainer Christoph Schenk die Auftaktniederlage seines Teams.

Die Oberländer waren druckvoll und spielbestimmend in diese erste Viertelfinalpartie gestartet, erzielten mit einem Powerplaytor (8. Minute) von Martin Keller auch die gewünschte Führung. Ein wenig Pech, aber auch Ineffizienz im Abschluss, waren dafür verantwortlich, dass die spielbestimmenden Thuner ihren Vorsprung nicht ausbauen konnten. Lyss hatte vor allem in den ersten zwanzig Minuten grosse Probleme, in die Gänge zu kommen.

Immer wieder Gerber

Auf Seite der Seeländer war es einmal mehr deren Topskorer Florin Gerber, der im zweiten Drittel eine doppelte Überzahl seines Teams zum 1:1-Ausgleich ausnützte. Und der spielerisch starke Teamcaptain der Lysser, mit einem Schnitt von 1,6 Skorerpunkten pro Partie der mit Abstand erfolgreichste Stürmer der Zentralschweizer 1.-Liga-Gruppe, hatte in der 46. Minute mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für die erstmalige Führung der Besucher verantwortlich gezeichnet.

Die Antwort der Thuner fiel zwar heftig aus, doch richtig in die Partie zurück fanden die Gastgeber nicht mehr. «Wir wussten, dass die Thuner von Beginn weg mit Tempo und Druck kommen würden. Sicher war das Glück in einigen Phasen auch auf unserer Seite. Aber nach dem 1:1 waren definitiv zurück im Spiel», stellte Gerber fest.

Thuner Reaktion gefragt

«Ich erwarte von meinem Team morgen in Lyss eine heftige Reaktion auf diese Startniederlage», mochte der Thuner Cheftrainer die (zu) hohe 1:4-Niederlage des Favoriten nicht dramatisieren. In den Schlussminuten hatten die Gastgeber noch einen Shorthander (Bruno Blatter) zum 1:3 und ein Tor ins leere Tor (Robin Weber) zum 1:4 kassiert.

Der Langnauer Elitejunior

Grossen Anteil am Lysser Erfolg hatte auch deren Schlussmann Kevin Liechti. Der 19-jährige Elitejunior der SCL Tigers, der seit Mitte Dezember als Leihgabe bei den Seeländern zum Einsatz kommt, vermochte in seinem siebten Spiel für Lyss mit seinen Abwehrparaden zu überzeugen.

«Er hat uns sehr viel geholfen», lobte auch sein Teamkollege Gerber die starke Leistung Liechtis. Ob der Langnauer (26 Einsätze in der laufenden Saison für Langnauer Elite-A-Junioren) auch morgen Dienstag für die Seeländer auflaufen kann, ist allerdings ungewiss. Denn über eine Ausleihe nach Lyss entscheiden einzig und allein von Spiel zu Spiel die Emmentaler.

Nach dem ersten von maximal fünf Viertelfinalduellen zwischen den beiden Mannschaften ist klar, dass sich ein ähnliches Szenario wie letzte Saison (3:2-Sieg im Halbfinal für den EHC Thun) durchaus wiederholen könnte – wobei auch ein Lysser Weiterkommen nicht auszuschliessen ist. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.02.2017, 10:51 Uhr

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