Langenthal ist wieder erwacht

Der SC Langenthal siegt auswärts gegen ­Olten deutlich mit 5:1-Toren. Damit gelingt dem SCL die von sämtlichen Spielern geforderte Reaktion auf die zuletzt zwei verlorenen Spiele. Der Viertelfinal-Gegner im Playoff ist nun definitiv Thurgau.

Frühe Entscheidung: Tom Gerber erzielt in der 31. Minute bereits das 4:0 für Langenthal.

Frühe Entscheidung: Tom Gerber erzielt in der 31. Minute bereits das 4:0 für Langenthal.

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«Der Hinterste und Letzte will eine Reaktion zeigen», sagte SCL-Verteidiger Claudio Cadonau am Dienstag missmutig nur wenige Minuten nach der 1:5-Klatsche gegen Visp. Zuvor waren der SCL bereits gegen Thurgau (0:2) ohne Punkte geblieben, der Frust beim Qualifikationssieger war deutlich ersichtlich. Mit dem 5:1-Triumph auswärts beim EHC Olten stellt die Mannschaft von Trainer Jason O’Leary die vorangegangene Punkteflaute ein.

Das Resultat ist umso bemerkenswerter, als dass Olten-Coach Bengt-Ake Gustafsson mit seinem Team noch um den vierten Rang kämpft, der im Viertelfinal Heimrecht bedeutet; vor dem Spiel wäre sogar der dritte Platz noch im Bereich des Möglichen gelegen. Mit dem Sieg knüpften der SCL an jene Erfolgsserie an (17 Siege in 18 Spielen), die dem Team den Qualifikationssieg einbrachten.

Prima Primeau

Allen voran band SCL-Stürmer Josh Primeau die Oltner in ihren durchaus vorhandenen Bemühungen zurück, dies mit jeweils frühen Toren zu Beginn der beiden ersten Drittel. Als der Kanada-Schweizer in der sechsten Minute nach seiner Strafe auf das Eis zurückkehrte, passte SCL-Goalie Marco Mathis (es sollte sein dritter Assist im SCL-Dress werden) die Scheibe in Richtung Nico Dünner. Dieser spielte zügig auf den zurückgekehrten Primeau, der umgehend vor Oltens Schlussmann Matthias Mischler steht, eine elegante Bewegung machte und zur 1:0-Führung einschoss.

Und kaum hatte das zweite Drittel begonnen, brach Jeffrey Füglister auf der linken Seite durch und leitete die Scheibe weiter zu Primeau, der bei einer Tempofahrt schon fast beim Tor angelangt war. Mühelos lenkte er die herankommende Scheibe am EHCO-Keeper vorbei zum 3:0.

Bis zur Spielmitte konnte der SCL auf 5:0 davonziehen, anschliessend verwaltete das Auswärtsteam den Vorsprung geschickt, mehr als den Ehrentreffer liess die Mannschaft nicht zu.

Überraschte Jeffrey Füglister der Blick auf die Anzeigetafel, als diese das 5:1 zeigte? «Nein, wir waren von der ersten Sekunde an da, wir waren schneller als sie, machten Checks und das gab Energie auf der Bank, wir waren effektiver und besser heute. Wir wollten eine Reaktion zeigen auf die beiden letzten Spiele.» Dies ist eindrücklich gelungen.

Angriff auf Biel-Rekord

Nun kämpft Langenthal um den Punkterekord sowie den besten Schnitt in der Geschichte der NLB. Am aktuellen Rekord erfreut sich noch der EHC Biel: In der Saison 2007/08 erreichten die Seeländer 111 Punkte in 49 Spielen, was einen Schnitt von 2,26 Punkten pro Spiel gibt. Der SC Langenthal kommt nun auf 108 Punkte in 47 Spiele, was 2,29 Zähler ergibt. Der SCL würde also mit einem Sieg am Sonntag den Punktrekord egalisieren.

Für SCL-Trainer Jason O‘Leary steht allerdings nicht der Punktrekord im Vordergrund, sondern die Gesundheit der Spieler und die Erholungszeit. «Aber gegen die Ticino Rockets wollen wir sicher gewinnen.» Nach dem Sieg bei den Lakers und Winterthurs Niederlage bei La Chaux-de-Fonds ist klar, dass der SCL im Playoff-Viertelfinal auf Thurgau trifft. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 11.02.2017, 07:41 Uhr

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