Nicht anders als erwartet

Der EHC Adelboden hatte in der Saison 2016/2017 keine ­Chancen auf den Einzug in die Playoffs der Gruppe 2. Für ­Trainer Peter Schranz war dies frühzeitig abzusehen.

Letztmals zu Hause im Einsatz: David Maurer beendet bei Adelboden seine Karriere.

Letztmals zu Hause im Einsatz: David Maurer beendet bei Adelboden seine Karriere. Bild: Walter Dietrich

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Es gibt Jahre, in denen Adelboden in der 1.-Liga-Gruppe 2 mitten im Rennen um die Playoff-Plätze mitmischte. So etwa vor einem Jahr, als die Oberländer nur knapp nicht in die Viertel­finals einzogen.

In der laufenden Saison sieht dies anders aus. Gestern bezwang man immerhin noch Bellinzona 4:3 und trat den letzten Platz an Unterseen-Interlaken ab. Am Mittwoch steht das letzte Spiel bei Qualifikationssieger Brandis an, dann beginnt für Adelboden bereits die Sommerpause. Frühzeitig fand sich das Team am Tabellenende wieder. Für Trainer Peter Schranz kam dies nicht überraschend.

Nicht ideal für Auswärtige

Adelboden ist ein Verein, der vor allem auf Spieler aus den eigenen Reihen setzt. Geld für teure auswärtige Akteure ist nicht vorhanden. Kommt ein solcher trotzdem in das Oberländer Dorf, muss ihm ein Job angeboten werden. Viele Arbeitsmöglichkeiten finden sich in Adelboden im Tourismussektor. Ein Grossteil der Saison spielt sich in der 1. Liga jedoch im Herbst ab, in einer Zeit, in der es im Ort sehr ruhig ist.

Nur wenige Spieler finden daher den Weg von weiter weg zum EHCA. Sind Rücktritte zu verzeichnen, werden diese meist durch Nachwuchsspieler ersetzt. Nach der letzten Saison be­endeten die Routiniers Kaspar Schmid, Lukas Baumann und Tomy Koller ihre Karriere. Torhüter Stephan Küenzi nahm die Gelegenheit wahr, zum Spitzenklub Thun zu wechseln.

Stürmer To­bias Bleuer konnte wegen eines Kreuzbandrisses nicht mittun. «Unter diesen Vorzeichen war für mich klar, dass es schwer würde, dass Vorjahresergebnis zu wiederholen», sagt Trainer Schranz. Viel hing von der ersten Sturm­linie mit den Routiniers David Maurer und Bruno Marcon ab. Die restlichen Linien waren wenig torgefährlich. «Wir haben gut reagiert, aber schlecht agiert», fasst Schranz die Darbietungen seiner Mannschaft zusammen.

Auch der mittlerweile 37-jährige Maurer wird nun nicht weiter für den EHCA spielen. Melchior Allenbach und Raphael Hürzeler stehen dem Coach in der nächsten Saison ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Diese bestreitet Adelboden in der 1.Liga Classic. In dieser spielen Brandis, Thun, Wiki-Münsingen und Basel nicht mehr mit, sie haben den Sprung in die neue Swiss Regio League geschafft.

«Leider weiss man immer noch nicht, wie der Modus genau aussieht», bemängelt Schranz. Eine Saison wollen die Oberländer sicher in dieser Spielklasse mittun. «Sollte der Aufwand dafür auch zu gross werden, müssten wir uns einen Rückzug in die 2. Liga überlegen.» Denn grosse Sprünge wird man beim EHCA auch in Zukunft nicht machen können.

Die Saison 2016/2017 könnte für die Oberländer trotz des grossen Rückstands versöhnlich enden. «Wir wollen nicht Letzter werden», gab Schranz als Ziel für die verbleibenden zwei Runden aus. Der angestrebte Sieg gegen Bellinzona gelang im letzten Heimspiel der Saison.

Adelboden ist im letzten Spiel bei Brandis klarer Aussenseiter, Unterseen-Interlaken beim EHC Thun ebenfalls. Im Normalfall setzt es für beide Niederlagen ab, Adelboden wäre am Ende so vor dem SCUI klassiert. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.02.2017, 08:22 Uhr

Burgdorf - Thun 1:6

Thun gewann in Burgdorf klar 6:1. Im ersten Drittel sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit wenigen Torschüssen und Chancen. Die Vorteile lagen eher auf der Seite der Burgdorfer. In der 24. Minute gingen die Thuner im Powerplay durch Boss in Führung, nachdem er im Slot freigespielt worden war.

In der Folge führten Strafen dazu, dass kaum einmal mehr mit Vollbestand gespielt wurde. Die Partie blieb offen und schien vorerst spannend zu werden. Im letzten Drittel aber sorgte Thun früh für klare Verhältnisse. In der 42. Minute erzielten die Gäste den zweiten Treffer und liessen kurz darauf in Unterzahl einen weiteren folgen. Nach dem 3:0 der Oberländer war das Spiel gelaufen. (rkb)

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