Noch ein Sieg fehlt

Für Berner Oberland ist der Aufstieg in die NLA zum Greifen nah. Am nächsten Samstag kommt es bei einem Sieg zur grossen Party.

Jubelstimmung: Sandra Hadorn und Claudia Leu (rechts) sind mit UH Berner Oberland dem Aufstieg nah.

Jubelstimmung: Sandra Hadorn und Claudia Leu (rechts) sind mit UH Berner Oberland dem Aufstieg nah. Bild: Markus Grunder

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In diesem Jahr soll der Fahrstuhl wieder nach oben führen. Unihockey Berner Oberland ist das, was man im Volksmund eine Liftmannschaft nennt. Die BEO-Frauen (vormals UHC Höfen) steigen immer wieder mal ab und wieder auf. Vor Jahresfrist waren die Oberländerinnen in der NLA überfordert, jetzt wollen sie sich wieder für die höchste Liga empfehlen – und etablieren. Die Liga wird um zwei Equipen aufgestockt. «Mit ein paar gezielten Transfers sollte es möglich sein, uns längerfristig oben zu halten», erklärt Sandro Urfer.

Der 30-Jährige wurde während der Saison vom Assistenz- zum Interimscheftrainer befördert. Neil Anderes war Mitte November überraschend entlassen worden. Urfer musste sich nicht einarbeiten: «Das Saisonziel war von Beginn an klar. Jetzt sind wir auf dem besten Weg, es zu realisieren.» Sollte sich BEO im Playoff-Halbfinal gegen Rümlang-Regensdorf durchsetzen, ist der Aufstieg perfekt.

Nach drei Spielen führen die Oberländerinnen mit 2:1 Siegen. Ein Sieg fehlt somit noch zur grossen Party. Die Serie gegen Rümlang-Regensdorf ist allerdings hart umkämpft. «Ich bin der Meinung, dass sich die beiden besten NLB-Teams duellieren», sagt Urfer. «Wir waren vorgewarnt.» Bis jetzt gab es lauter Auswärtssiege.

Ärgerliche Niederlage

BEO siegte zum Auftakt 4:2, am Samstag im Spiel zwei lag es zudem 5:2 vorne. Im dritten Drittel glichen die Gegnerinnen aus, und in der Verlängerung erzielte Hanka Lackova gar den Siegtreffer. «Wir hätten dieses Spiel nicht verlieren dürfen», findet Urfer. Zeit, sich übermässig zu ärgern, hatten seine Spielerinnen allerdings nicht. Bereits am Folgetag stand die dritte Begegnung auf dem Programm.

Erneut war die Partie sehr ausgeglichen. Der Vorteil drehte immer wieder. Zehn Sekunden vor Schluss erzielte Vera Meer das 5:4 für BEO. Es war ein erkämpftes Tor, nicht durch technische Finessen zustande gekommen. Beinahe hätten sich die Oberländerinnen jedoch erneut um die Früchte ihrer Anstrengungen gebracht. Auch diesmal konnten die Gegne­rinnen einen Dreitorerückstand (1:4) wettmachen.

Am Samstag nun hat BEO die Möglichkeit, die spannende Serie zu entscheiden. Die Partie wird in der Raiffeisen-Arena Seftigen um 19.30 Uhr angepfiffen. Sollten die Oberländerinnen am Samstag verlieren, käme es am Sonntag auswärts zum entscheidenden fünften Spiel.

Urfer steht ein ausgeglichenes Kader zur Verfügung. «Die Mischung zwischen routinierten und jungen Spielerinnen stimmt», erklärt der Trainer. «Wir haben viele Spielerinnen, die eine Partie entscheiden können.» Rümlang-Regensdorf dagegen ist ziemlich stark von seiner Ausländerin Hanka Lackova abhängig.

Der neue Trainer ist bereit

Sandro Urfer will die Mission Aufstieg auf schnellstmöglichem Weg zu Ende bringen und danach sein Amt als Interimstrainer abgeben. Für die nächsten drei Jahre wurde der Finne Mika Strömberg verpflichtet.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 20.03.2017, 19:20 Uhr

Service

Von Digital bis Classic

Auf allen Kanälen. Hier bestellen!

Kommentare

Blogs

Foodblog Die perfekte Salatsauce

Echt jetzt? Bürokratische Grenzerfahrung

Die Welt in Bildern

Kuschelalarm: Zwei weisse Tigerbabies kuscheln sich aneinander. Vier kleine Tiegerbabies kamen am 21. März im Zoo von Borysew (Polen) zur Welt (26. März 2017).
(Bild: Grzegorz Michalowski) Mehr...