Noch mehr Talente bei «Am Schluss»

Thun

Bei der Ausgabe 2019 des Mokka-Festivals «Am Schluss» auf dem Mühleplatz erhält der Nachwuchs eine spezielle Plattform. Musiker der Talentschmiede von Gustav treten an vier Abenden als Vorbands auf.

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Neuentdeckungen gehören bei «Am Schluss» seit je zum Programm. Bei der mittlerweile 17. Ausgabe des Mokka-Festivals auf dem Thuner Mühleplatz, das am nächsten Mittwoch beginnt (vgl. Kasten «Programm»), steht der Nachwuchs indes noch stärker im Fokus als üblich. Zu verdanken ist dieser Umstand dem in Thun bestens bekannten Freiburger Sänger Gustav, der selbst schon mehrfach auf der Mokka- und der «Am Schluss»-Bühne stand.

Der Multiinstrumentalist hat vor gut zwei Jahren eine eigene Musikakademie ins Leben gerufen, die junge Talente am Anfang ihrer Karriere begleiten und im Haifischbecken des Musikbusiness unterstützen soll.

Die Musikerinnen und Musiker sind diesen Sommer bereits am Stars of Sounds in Murten und am Open Air Schmitten aufgetreten – als Nächstes steht nun der Platz hinter dem Riesenrad im Herzen Thuns an. «Gustav ist Anfang Jahr auf mich zugekommen und hat mir seine Akademie vorgestellt», erzählt Marc Schär, Geschäftsführer des Cafés Mokka.

Entstanden ist daraus nun eine Zusammenarbeit für vier Konzertabende. Die Schülerinnen und Schüler Gustavs stellen ihr Können freitags und samstags als Supporting Act vor der Hauptband unter Beweis. «Musikalisch sind fast alle Sparten vertreten. Sie passen aber zum jeweiligen Hauptact des Abends», verrät Schär. Gustav werde in Thun selber anwesend sein und seine Talente kurz vorstellen.

2½ Stunden am Wochenende

Vorbands bei «Am Schluss» gab es versuchsweise bereits 2017. Letztes Jahr fehlten sie dann. Die Mokka-Crew hatte festgestellt, dass die per Kompromiss festgelegten zwei Stunden Spielzeit für zwei Acts zu knapp bemessen waren. Neu beträgt die Spielzeit freitags und samstags zweieinhalb Stunden von 20.30 bis 23 Uhr.

«Es handelt sich um einen neuen Kompromiss», sagt Marc Schär, der von einem guten Einvernehmen und einem offenen Austausch mit den Anwohnern der Innenstadt spricht. Im Gegenzug verzichte die Mokka-Crew darauf, am 1. August eine Show zu veranstalten. Zudem werde die effektive Spielzeit – wegen der Umbaupause – auch an den Freitagen und Samstagen nur unwesentlich über zwei Stunden liegen.

Künstler dinieren im Mokka

In vielerlei Hinsicht setzt das OK bei der diesjährigen Ausgabe des Festivals auf Bewährtes. «Es war unser Ziel, einen abwechslungsreichen Mix zusammenzustellen», so Schär. So wird es auf dem Mühleplatz nebst bekannten Schweizer Grössen wie Steff la Cheffe, Mich Gerber oder Bubi Eifach auch wieder einige internationale Bands zu hören und zu sehen geben. Als Geheimtipp nennt der Mokka-Geschäftsführer die kenianische Rapperin und Sängerin Muthoni, die am 30. Juli mit zwei Schweizer Produzenten und dem Projekt Muthoni Drummer Queen in Thun gastiert.

«Sie hatte letzten Sommer ein viel umjubeltes Konzert am B-Sides-Festival in Luzern», erzählt Schär. Während sich für die Festivalbesucher kaum etwas ändert, betrifft eine Neuerung die auftretenden Künstlerinnen und Künstler. «Neu ist, dass sie direkt bei uns im Mokka essen werden und nicht mehr in einem Restaurant auf dem Mühleplatz», sagt Schär. Es handle sich vorerst um einen Versuch. Je nach Wetter, das sich beim Mühleplatz-Festival immer mal wieder von seiner launischen Seite zeigt, kann der Transfer durchaus zur logistischen Herausforderung werden.

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