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Interview zum Grossanlass-Verbot«A-fonds-perdu-Beiträge sind zwingend»

Die sportaffine SP-Politikerin Andrea Zryd regt sich über das Verbot von Grossveranstaltungen auf. Warum sie es trotzdem nicht aufheben will.

Der Sport ist das Steckenpferd der SP-Politikerin Andrea Zryd.
Der Sport ist das Steckenpferd der SP-Politikerin Andrea Zryd.
Foto: zvg

Frau Zryd, was sagen Sie zum Beschluss des Berner Regierungsrats, Veranstaltungen mit über 1000 Personen zu verbieten?

Ich trage zwei Hüte: einerseits jenen der Präsidentin des Verbands Berner Sport, andererseits jenen der Politikerin respektive Grossrätin. In beiden Funktionen kann ich diesen Alleingang nicht verstehen. Für mich kam der Entscheid nach der Pressekonferenz des Bundesrats aus dem Nichts; die Clubs wurden auf dem falschen Fuss erwischt.

Erachten Sie in der jetzigen Situation strenge Massnahmen nicht als richtig und wichtig?

Doch, die Fallzahlen steigen exponentiell. Da wäre es verantwortungslos, zu sagen, Massnahmen seien unnötig. Doch es kann nicht sein, dass Vereine, die extrem viel unternommen haben, um ein sicheres Umfeld zu schaffen, auf diese Art bevormundet werden. Man könnte derzeit durchaus ein generelles Versammlungsverbot vertreten. Doch so sieht es danach aus, als ob der Spitzensport an den hohen Fallzahlen die Schuld trüge. Das entspricht schlicht nicht den Tatsachen; im Sport hat es noch keine Superspreader-Fälle gegeben.

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