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Gastkommentar zur Cancel CultureAdolf Muschg, der schlaflose Warner

Die gut gemeinte, aber schlecht durchdachte Gesinnungspolizei muss nachdenklich stimmen.

Der schlaflose Muschg klopft auch nachts weiter an die Tür – ein Dichter in dürftiger Zeit.

49 Kommentare
    Ricky

    Ein Schriftsteller arbeitet mit Worten. Wenn jemand den Wert von Worten lebt, dann Schriftsteller. Deshalb ist sein Ausrutscher unverzeihlich und nicht gut- oder wegzureden. Selbstverständlich sind die anderen Punkte seines Interviews auch wichtig, das hat damit aber nichts zu tun.

    "Ausschwitz" steht für das Uebelste je vom Menschen vollbrachte, ein Mahnmal, ein letztes Mahnmal. Vor der möglichen Wiederholung.

    Es ist nicht der Massenmord der einmalig war, sondern die vielen, die unglaublichen, die einzelnen Teile, die den menschlichen Wahn zur unnennbaren Realität werden liessen. Das ist einmalig.

    Mit diesem Wissen darf keiner leichtfertig umgehen, am wenigsten ein Schriftsteller.

    Ein übler Ausrutscher. Der zudem, peinlicherweise, oder konsequenterweise (?), vom Autor nicht entschuldigt wird. Es ist traurig, in diesen schweren Zeiten keine eigenen Intellektuellen zu haben, an denen man sich ausrichten kann.