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Viel Pech in MisanoAegerter verliert unverschuldet die Weltcup-Führung

Dominique Aegerter wurde beim zweiten Moto-E-Rennen in Misano vom Italiener Tommaso Marcon «abgeschossen». Im Weltcup ist er nur noch Zweiter.

Dominique Aegerter (links) musste die Weltcup-Führung an Matteo Ferrari (rechts) abgeben.
Dominique Aegerter (links) musste die Weltcup-Führung an Matteo Ferrari (rechts) abgeben.
Foto. Freshfocus

Dominique Aegerter schien auf dem besten Weg, den Moto-E-Weltcup für sich zu entscheiden. Das erste Rennen am Samstag in Misano gewann er, am Sonntag konnte er dadurch von der Pole-Position aus starten. 19 Punkte betrug der Vorsprung in der Weltcup-Wertung. Mit einem weiteren Sieg oder auch nur einem Podestplatz hätte der Oberaargauer sich für die letzten zwei Rennen im Oktober in Le Mans eine ausgezeichnete Ausgangslage schaffen können.

Doch dann wurde er unverschuldet aus dem Kampf um die Spitzenpositionen gerissen. Aegerter fuhr auf Platz zwei hinter dem Italiener Matteo Ferrari, als Tommaso Marcon zu einem waghalsigen und unvernünftigen Überholmanöver ansetzte. Marcon fuhr in das Hinterrad des Schweizers. Dieser hatte keine Chance einen Sturz zu verhindern und fiel weit zurück. «Ich bin sehr wütend und enttäuscht», liess Aegerter zwei Stunden nach dem Rennen verlauten. Solche Zwischenfälle kämen im Rennsport immer wieder vor. «Trotzdem ist es immer blöd, wenn dich ein anderer Fahrer wegen einer so dummen Aktion zu Fall bringt», meinte er.

Aegerter konnte schliesslich das Rennen mit mehr als 20 Sekunden Rückstand auf Platz 17 liegend wieder aufnehmen. Bis zum 15. Rang werden Weltcup-Punkte vergeben. Der 29-Jährige konnte nur noch hoffen, dass mindestens zwei Konkurrenten ausfallen, um wenigstens einen Zähler zu holen. Dies war nicht der Fall. Mit dem Australier Josh Hook schied nur ein Fahrer aus, Aegerter kam auf Platz 16 ins Ziel. Obwohl er nach dem Sturz die gleich schnellen Rundenzeiten wie die Spitzenleute fuhr.

Matteo Ferrari gewann das Rennen und löst so mit 86 Punkten Aegerter (82) als Leader der Weltcupwertung ab. Auf Platz 3 folgt der Spanier Jordi Torres (79). Aegerter hat weiter Chancen, den Weltcup zu gewinnen. Die souveräne Führung aber, die hat er verloren.