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Kommentar zum WeihnachtslockdownDer deutsche Weg ist krachend gescheitert

Weil die Bundesländer über Wochen bremsten, steht das Land jetzt ausgerechnet über Weihnachten still.

Wieder alles geschlossen: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer in Berlin einschneidende Massnahmen gegen die Corona-Pandemie bekannt.
Wieder alles geschlossen: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer in Berlin einschneidende Massnahmen gegen die Corona-Pandemie bekannt.
Foto: Rainer Keuenhof (EPA/Keystone)

Der Versuch hatte seinen Reiz: Während in Frankreich, Belgien oder Österreich die Infektionszahlen in die Höhe schossen und danach das öffentliche Leben wieder stillgelegt wurde, versuchte es Deutschland mit einem «Lockdown light». Um Läden und Schulen offen zu halten, wie man es im Spätsommer versprochen hatte, musste ab November alles andere schliessen. Mit ein bisschen Glück, so sagte man den Bürgern, würde man dafür Weihnachten etwas entspannter geniessen können.

Krachend gescheitert

Gemessen an diesen Erwartungen ist der Plan krachend gescheitert. Der kleine Lockdown brach zwar das exponentielle Wachstum, doch seit einer Woche steigen die Zahlen wieder stark, vor allem die der Todesopfer. Statt über die Festtage aufatmen zu können, schnappt der Lockdown nun gerade an Weihnachten zu – ausgerechnet in dem Land, das viele in Europa als Vorbild für eine vorsichtige Pandemiepolitik nennen.

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