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Kürzere Anfahrtszeiten Ambulanzen in Belp bewähren sich

Schneller bei den Patienten sein. Das wollen die Rettungsdienste von Inselspital und Stadt Bern. Ein Versuch im Raum Belp verläuft vielversprechend.

Seit Ende Januar sind Ambulanzen des Rettungsdiensts der Insel-Gruppe und von Schutz und Rettung Bern in Belp stationiert. (Symbolbild)
Seit Ende Januar sind Ambulanzen des Rettungsdiensts der Insel-Gruppe und von Schutz und Rettung Bern in Belp stationiert. (Symbolbild)
Foto: Franziska Rothenbühler

Drei Minuten und dreissig Sekunden. So viel Zeit sparen der Rettungsdienst der Insel-Gruppe und Schutz und Rettung Bern seit Ende Januar bei Einsätzen in der Region Belp ein. Dies teilten die beiden Rettungsorganisationen am Mittwoch mit. Sie ziehen damit eine erste Zwischenbilanz eines Pilotprojekts.

Wie viel Zeit zwischen einem Notruf und dem Eintreffen der Einsatzkräfte verstreichen darf, schreibt die kantonale Gesundheitsdirektion vor: In 80 Prozent aller Fälle muss Hilfe nach spätestens 30 Minuten vor Ort sein. Neu wird ein Wert angestrebt von 15 Minuten in 90 Prozent aller Fälle.

Einzelne Gemeinden in der Region Belp wiesen längere Wartefristen auf, schreiben die beiden Rettungsorganisationen in der Medienmitteilung. Um die Versorgung zu verbessern, richteten sie einen Warteraum im Feuerwehrmagazin Belp ein. Dies im Rahmen eines Pilotprojekts, das am 20. Januar startete und ein Jahr dauern soll.

Jede Minute zählt

Seit Ende Januar sind je eine Ambulanz der Insel-Gruppe und der Sanitätspolizei von Schutz und Rettung Bern in Belp stationiert. Der Standort bot sich aufgrund der Nähe zur Autobahn an. Der Warteraum soll dabei nicht nur die Wartezeiten verkürzen, sondern auch die Zusammenarbeit der beiden Organisationen verbessern.

Bis zum 28. April fuhren die Rettungsorganisationen 254 Einsätze von Belp aus, eine Hälfte fuhr die Sanitätspolizei, die andere Hälfte der Rettungsdienst der Insel-Gruppe. Um durchschnittlich 3,5 Minuten verkürzten sich die Wartezeiten. Minuten, die entscheidend sein können. Bei 40 Prozent der Einsätze handelte es sich um Notfälle, sprich um dringende Fälle mit Problemen bei der Atmung, beim Kreislauf oder dem Bewusstsein.

Der Warteraum in Belp habe sich bewährt, schreiben die Rettungsdienste. Das Pilotprojekt läuft noch das ganze Jahr weiter. Ob der Raum bestehen bleibt oder ob allenfalls ein neuer Standort gesucht wird, ist noch nicht entschieden.