Räuberbanden sorgen für Emotionen

Mit «Ronja Räubertochter», nach Astrid Lindgren, beglückte der Verein Winterzauber das Publikum an der Premiere mit vielen Emotionen.

Birk (Remo Grossen) wird von den Mattisräubern und ihrem Hauptmann (rechts, Toni Bachmann) in Fesseln gelegt.<p class='credit'>(Bild: Stefan Kammermann)</p>

Birk (Remo Grossen) wird von den Mattisräubern und ihrem Hauptmann (rechts, Toni Bachmann) in Fesseln gelegt.

(Bild: Stefan Kammermann)

«Der Zauber hat im Winterzauber Einzug gehalten», sagte Susanne Ernst, Präsidentin des Vereins Winterzauber, am Samstagabend nach der Premiere. Und sie brachte es auf den Punkt. Mit «Ronja Räubertochter», nach Astrid Lindgren, brachte der Verein ein Stück in das Zirkuszelt auf dem Mühleplatz in Thun, welches das Premierenpublikum begeisterte und mit Überraschungen aufwartete.

Da war etwa die quirlige Ronja (gespielt von der 13-jährigen Sara da Silva Caravalho), die in einer Gewitternacht auf der Mattisburg als Tochter des Räuberhauptmanns das Licht der Welt erblickt. Sie wächst in einem Wald auf, wo es von seltsamen Gestalten nur so wimmelt. Als Ronja schliesslich Birk (gespielt vom 14-jährigen Remo Grossen) kennen lernt, nimmt die Geschichte ihre eigene Wende und bereitet Räuberhauptmann Mattis (Toni Bachmann) einiges Kopfzerbrechen. Zumal Birk der Sohn der verfeindeten Borkabande ist.

Die beiden jugendlichen Hauptdarsteller lassen das Publikum tief in ihre Gefühlswelt eintauchen. Vor allem, weil die beiden Kinder mit Räubertum und Feindseligkeiten nicht viel am Hut haben und gegen den Willen ihrer Eltern heimlich zu unzertrennlichen Freunden werden, wird im Publikum da und dort eine Träne verdrückt.

Lacher und viel Gesang

Ganz besonders angetan waren nicht nur die kleinen Zuschauer von den fiesen Graugnomen, den dunklen Wilddruden und den drolligen Rumpelwichten, die urplötzlich aus allen Ecken und dem Untergrund des Zirkuszelts auftauchten. Die einen helfend und freundlich, die anderen mit fiesen Absichten und erst noch hungrig. Sie sorgten für zahlreiche Lacher, aber auch angespannte Stille im Publikum.

Eine wichtige Rolle spielt auch die von Hans-Peter Gilgen, Urs Grundbacher, Heinrich Guanter und Walter Leemann gespielte Livemusik, zu der das 36-köpfige Ensemble immer wieder Lieder erklingen lässt. Ein Hingucker ist ebenso das Bühnenbild von ­Andreas Stettler, das mit überraschendem Effekt aufwartet. Regisseur Mitja Staub ist es gelungen, eine sehenswerte und bestens unterhaltende Inszenierung in das Zirkuszelt auf dem Mühleplatz zu bringen.

Winterzauber «Ronja Räubertochter» auf dem Mühleplatz in Thun bis 5. Januar. Vorverkauf unter Ticketion.com. Weitere Infos unter www.winterzauberthun.ch.

Thuner Tagblatt

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