Er verkörpert Burgdorf

Takashi Sulzberger gehört seit 14 Jahren der ersten Mannschaft des EHC Burgdorf an. Der 30-Jährige hat die Höhen und Tiefen der letzten Jahre miterlebt und versucht, die Werte des ­Vereins weiter zu vermitteln.

Captain und Leitfigur: Takashi Sulzberger im Einsatz gegen Adelboden.

Captain und Leitfigur: Takashi Sulzberger im Einsatz gegen Adelboden.

(Bild: Max Füri)

Reto Pfister

Er war Mitglied jenes Burgdorfer Teams, das im März 2013 im Final um die Amateurmeisterschaft erst in der Verlängerung Düdingen unterlag. Er erlebte jedoch auch mit, wie der Verein im Sommer 2017 kurz vor dem Aus stand. Seit 14 Jahren gehört Takashi Sulzberger der ersten Mannschaft der Emmentaler an, seit der letzten Saison ist der 30-jährige Verteidiger Captain.

Sulzberger hat alle Höhen und Tiefen der letzten Jahre miterlebt; im Gegensatz zu vielen anderen ­routinierten Spielern ist er der Mannschaft treu geblieben. «Ich will der jüngeren Generation die Werte des EHC Burgdorf weitergeben», nennt Sulzberger eines der Motive, seine Karriere als Amateurspieler auf höherem Niveau fortzusetzen. Obwohl er mittlerweile als Teamleiter Einkauf bei einem grossen Telekommunikationsunternehmen einen Job mit Führungsaufgaben hat, verbunden mit gelegentlichen Reisen ins Ausland.

«Und dann reizt mich die Herausforderung, gegen unbekannte Teams zu ­spielen.» Die Emmentaler gehören neu der 1. Liga Westschweiz an, nachdem die Zentralschweizer Gruppe mangels genügend Mannschaften aufgelöst wurde.

Bittere Notsituation

Nachhaltigkeit und Bescheidenheit: Das sind die Werte, die Sulzberger auch den jüngeren Teammitgliedern vermitteln will. Er ist damit aufgewachsen; der Vater war Präsident, auch seine zwei Brüder haben für Burgdorf gespielt. Vorstand und Helfer arbeiten grundsätzlich ehrenamtlich; an die Spieler fliesst kein Salär. Diese Grundsätze seien in den Zeiten, in denen man an der Spitze mitgespielt habe, nicht immer eingehalten worden.

«Es gab dann Externe, die über Sponsoren finanziert etwas erhalten haben», sagt Sulzberger. Vier Jahre später war unsicher, ob Burgdorf überhaupt weiter existieren würde. «Diese Notsituation war bitter», sagt er. «Umso wichtiger ist, dass die Werte des Vereins wieder gelebt werden.»

Die neue Ligastruktur mit Spielen gegen Teams aus der Romandie kommt der Clubführung im Gegensatz zu den Akteuren nicht entgegen; es fallen bei den Auswärtsspielen höhere Reisekosten an. Der Saisonstart verlief aus Burgdorfer Sicht harzig. Die ersten Spiele gegen Vallée de Joux (3:4 n. P.) und Adelboden (2:3 n. V.) gingen knapp verloren. «Wir müssen mehr Tore schiessen», fordert Sulzberger.

«Dazu braucht es Zeit, bis wir uns vollständig an das System des neuen Trainers gewöhnt haben.» Der Kanada-Schweizer Robert Othmann lässt ein geradliniges Eishockey spielen, das zu vielen Abschlüssen führen soll. Das Ziel ist die Qualifikation für die Playoffs. Eine neue Herausforderung in der langen Karriere des Takashi Sulzberger.

Berner Zeitung

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