Die Spiezer und ihr etwas anderer Kick

«Einisch im Jahr isch z Spiez Grümputurnier!» Das pflegt der FC Spiez an ihrem etwas anderen Turnieranlass lauthals zu intonieren. Zum bereits 56. Mal wurde am Wochenende auf der Moosmatte Klamauk und Kickerei zelebriert.

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Wenn die angeblich schönste Nebensache der Welt wirklich für einmal nur nebensächlich ist: Es ist eine Tradition der sportlich-kreativen Art – am Grümpelturnier des FC Spiez muss nicht nur das Runde ins Eckige, sondern ebenso das Publikum schrill kostümiert unterhalten werden. Dieser Mix aus Sport und (Schau-)Spielerei entscheidet schliesslich über Gesamtsieg und -niederlage.

Das war am Wochenende zum nunmehr 56.Mal auf der klubeigenen Moosmatte der Fall. Das «Grümpu» Spiez ist der Vorreiter unter den Hobbykickerturnieren im Berner Oberland. Für einmal ging es heuer gar ohne das ihm ganz eigene Wetter – es regnete keinen Tropfen! – über die schnittige Rasenbühne.

Wenn die Lasagne galoppiert und der Ueli ungeniert: In Showblöcken bewiesen die kostümierten der insgesamt 29 Teams mehr oder (teils auch) weniger komödiantisches Talent: Das spätere Siegerteam namens «Gits ja nid» fand «allergattig Ugatteliges» im Leibblatt «Berner Oberländer» – es las respektive sang über Feuerwerksverbote oder Leserbriefe zur Bucht. Die Schüler von «Coole Jungs» entstiegen derweil (Nomen est omen) einem Frigor, um ein herzerwärmendes Tänzchen aufs grüne Parkett zu legen.

Bei den «Fliegenden Waden» wiederum galoppierte eine Lasagne über den Platz (), und ein Team mit nicht eben druckreifem Namen fand: «Viu choschtet dr Gripen, da muess dr Ueli no go strippen.» Was er prompt auch tat

Wenn es keinen Ärger und eine Verletzung gibt: «Rundum glücklich», wie er betonte, zeigte sich OK-Chef Daniel Moser im Anschluss an die Spiezer Fussballsause, an der nennenswerte Zwischenfälle ausgeblieben seien. An beiden Abenden sei das Festzelt voll und die Stimmung bierselig, aber jederzeit gemütlich und friedlich gewesen. «Wir dürfen mitten im Wohngebiet zum Glück auf das Verständnis der Nachbarn zählen, wofür wir dankbar sind», bekannte Daniel Moser.

Der «Mr.Grümpu» sprach zudem von «fairem Sport» – einem, der «einige Prellungen und Schürfungen sowie einen ohne Fremdeinwirkung erlittenen Sehnenriss» gefordert habe. In dem Sinn: Gute Besserung!Jürg Spielmann

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