Jetzt hat Oberhofen den «Affenfelsen»

Oberhofen

Das Strandbad Oberhofen öffnet am 4. Mai wieder seine Tore. Unter anderem mit einer neuen Seetreppe. Die Anlage wurde in den letzten Monaten saniert. Allerdings nicht so umfassend wie erst vorgesehen.

<b>Die neue Treppe, die in den Nichtschwimmer-Bereich des Sees führt:</b> Sie gehört zu den augenfälligsten Merkmalen des sanierten Strandbads Oberhofen, das am 4. Mai in die neue Saison startet.

Die neue Treppe, die in den Nichtschwimmer-Bereich des Sees führt: Sie gehört zu den augenfälligsten Merkmalen des sanierten Strandbads Oberhofen, das am 4. Mai in die neue Saison startet.

(Bild: Patric Spahni)

«Nein», lacht Philippe Tobler (SVP). «Es ist nicht aus Trotz, dass wir auf alles verzichtet haben, was noch schön gewesen wäre. Wir hatten einfach nicht mehr Geld zur Verfügung.»

Der Oberhofner Gemeindepräsident spricht damit den Umstand an, dass bei der Sanierung des Strandbads unter anderem auf neue Spiel- und Sportgeräte verzichtet wurde. So gibt es im Bad weder einen neuen Sandkasten mit Sonnensegel noch neue Pingpong-Tische oder ein neues Sicherheitsnetz beim Sprungturm.

Der Grund liegt in der Gemeindeversammlung vom 22. November 2017. Damals wies der Souverän den Vorschlag des Gemeinderats zurück, die Anlage für 730'000 Franken umfassend zu sanieren.

Es handle sich um ein unnötiges, völlig überteuertes Luxusprojekt, wurde damals seitens BDP, FDP und SVP moniert. Und die drei Ortsparteien konnten eine deutliche Mehrheit der anwesenden Stimmbürger hinter sich scharen und für ihren Antrag gewinnen, ein Kostendach von 450'000 Franken zu fordern. Damit wurde das ursprüngliche Budget um ein Drittel gekürzt.

Nur Must-haves...

«Das war ein klarer Auftrag des Souveräns. Wir haben deshalb nur das gemacht, was man unbedingt tun musste, und auf alles Wünschenswerte verzichtet», erklärt Philippe Tobler die Arbeiten, die nun in diesen Tagen abgeschlossen werden. Im Vordergrund standen dabei die Sanierung der Ufermauer und der Bau einer neuen Seetreppe zum Einstieg in den Nichtschwimmerbereich.

Letztere bedeute insbesondere für Familien mit Kindern ein Mehrwert. «Mir war gerade die Treppe ein wichtiges Anliegen», sagt der Gemeindepräsident. Man habe bewusst andernorts Einsparungen in Kauf genommen, damit sich diese realisieren lasse. «Wenn es in Thun schon keinen Affenfelsen mehr gibt», lacht Tobler, «dann haben wir wenigstens jetzt in Oberhofen einen...».

...und höhere Sicherheit

Einen weiteren Fokus legte die Gemeinde auf die Sicherheit: So wurden auf dem ganzen Areal zusätzliche Geländer und Handläufe montiert.

Und schliesslich erhielt auch die Strandbad-Küche eine Aufwertung: Allerdings auch nicht im ursprünglich gedachten Sinn, sondern lediglich, «um den Anforderungen des Lebensmittelgesetzes» zu entsprechen.

Keine Gelder aus Fonds

Für die nun ausgeführten Arbeiten erhielt die Gemeinde keine finanzielle Unterstützung durch den Bund oder den Kanton, was sonst bei der Wiederherstellung von Ufermauern durchaus üblich ist: «Wir haben uns um Gelder aus den entsprechenden Fonds bemüht, mussten dann aber feststellen, dass der betreffende Perimeter nicht in der Uferschutzzone enthalten ist und wir deshalb nicht beitragsberechtigt sind», erklärt Philippe Tobler. Wie es dazu gekommen sei, könne er sich allerdings nicht erklären.

Das sanierte Strandbad wird nun am 4. Mai wiedereröffnet. An selben Tag führt der zuständige Architekt Adrian Bühler alle Interessierten durch die Anlage und erläutert die wichtigsten Änderungen.

Führung durch das sanierte Strandbad Oberhofen: Samstag, 4. Mai, 10 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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