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80 Milliarden Dollar für A-Waffen

Weniger, dafür moderner: Das Atomwaffenarsenal der USA soll nach den Plänen von des US-Präsidenten erneuert werden. Barack Obama verfolgt damit noch ein weiteres Ziel.

Keiner soll glauben, die atomare Abschreckung der USA sei nicht mehr glaubwürdig: US-Präsident Barack Obama.
Keiner soll glauben, die atomare Abschreckung der USA sei nicht mehr glaubwürdig: US-Präsident Barack Obama.
Keystone

Mit den Investitionen will Obama offenbar Befürchtungen zerstreuen, das kürzlich mit Russland unterzeichnete START-Abkommen zur atomaren Abrüstung schwäche die Verteidigung der USA. Das Weisse Haus veröffentlichte am Donnerstag (Ortszeit) Auszüge aus einem Bericht an den Kongress, in dem die Bedeutung der nuklearen Abschreckung für die US-Sicherheitspolitik hervorgehoben wird. Demnach will US-Präsident Barack Obama in den kommenden zehn Jahren insgesamt 80 Milliarden Dollar in die Modernisierung des Atomwaffenarsenals seines Landes stecken.

Die Einsatzfähigkeit der Nuklearwaffen werde mit dem Investitionsprogramm verlängert, heisst es in den veröffentlichten Auszügen. «Um eine effiziente nukleare Abschreckung zu wahren, müssen die USA eine moderne Infrastruktur aufbauen und hochqualifizierte Arbeitskraft erhalten.» Zusätzlich zu den sieben Milliarden Dollar, die bereits im Haushalt 2011 für das Atomarsenal vorgesehen seien, habe die US-Regierung die Absicht, im kommenden Jahrzehnt 80 Milliarden Dollar in diesem Bereich zu investieren.

Das Weisse Haus hatte am Donnerstag den START-Vertrag zur Ratifizierung an den Senat weitergeleitet. Obama und der russische Präsident Dmitri Medwedew hatten sich nach monatelangen Verhandlungen Ende März auf das Nachfolgeabkommen des ersten START-Vertrags geeinigt, der als Grundpfeiler der Rüstungskontrolle gilt. Das Abkommen muss vom US-Senat ratifiziert werden, die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit ist jedoch noch nicht sicher. Obama hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Frühjahr 2009 das Ziel einer atomwaffenfreien Welt ausgegeben.

AFP/cpm

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