Kim lässt gefangenen US-Studenten frei

Er ist seit über einem Jahr im Koma und in nordkoreanischer Gefangenschaft. Nun kehrt der 22-jährige US-Student Otto Warmbier in die Heimat zurück.

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Nordkorea hat einen inhaftierten Studenten aus den USA freigelassen. Der 22-jährige Otto Warmbier sei bereits auf dem Weg zurück in seine Heimat, teilte US-Aussenminister Rex Tillerson am Dienstag mit. Seine Eltern erklärten, dass er seit vergangenem Jahr im Koma liege und sich auf einem medizinischen Krankenrücktransport befinde.

Sein letztes öffentliches Auftreten war während seiner Gerichtsanhörung im März 2016 in Pyongyang, wie die «Washington Post» schreibt. «Unser Sohn kehrt heim», sagt Fred Warmbier der «Post» am Dienstagmorgen nach Otto Warmbiers Evakuierung. «Im Moment behandeln wir das Ganze so, als ob er einen Unfall gehabt hätte. Wir werden unseren Sohn heute Nacht sehen.»

Aussenminister Rex Tillerson: «Wir führen die Gespräche mit dem nordkoreanischen Regime fort.» Video: Tamedia/Twitter/Department of State

Zu 15 Jahren Haft verurteilt

Warmbier war vergangenes Jahr in einem nur einstündigen Prozess zu 15 Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt worden. Er hatte im März 2016 unter Tränen eingeräumt, dass er in Nordkorea ein Propaganda-Transparent als Trophäe für eine Bekannte in der Heimat stehlen wollte. Die nordkoreanische Justiz stufte das als staatsfeindliches Handeln ein.

Warmbiers Heimreise fiel mit dem Besuch des ehemaligen US-Basketballstar Dennis Rodman im international isolierten Nordkorea zusammen. Rodman hatte am Dienstag erklärt, er wolle dort «eine Tür öffnen». Es ist Rodmans fünfter Besuch in Pyongyang seit 2013, aber erst der erste seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump.

Rodman einst bei «Celebrity Apprentice»

Er glaube, dass der Präsident froh über seine Reise sein werde, sagte Rodman, der einst in Trumps Reality-TV-Show «Celebrity Apprentice» auftrat. Auf die Frage, ob er auch über in Nordkorea inhaftierte Amerikaner sprechen wolle, sagte Rodman: «Das ist gerade nicht mein Ziel.»

In Tillersons Mitteilung zur Freilassung Warmbiers fand Rodman keine Erwähnung. Das Aussenministerium spreche mit Nordkorea weiter über die Freilassung drei anderer US-Bürger, die dort inhaftiert sind, hiess es darin. (kaf/dapd)

Erstellt: 13.06.2017, 17:32 Uhr

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