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Benghazi-Attacke lässt die USA nicht los

Terroranschlag oder ein Akt aufgebrachter Demonstranten? Das US-Repräsentantenhaus ordnet die achte Untersuchung des tödlichen Anschlags auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Benghazi an.

Spontaner Akt aufgebrachter Demonstranten oder Terroranschlag? John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, informiert die Medien über den neuen Untersuchungsausschuss zur Benghazi-Attacke. (
Spontaner Akt aufgebrachter Demonstranten oder Terroranschlag? John Boehner, Sprecher des Repräsentantenhauses, informiert die Medien über den neuen Untersuchungsausschuss zur Benghazi-Attacke. (
Reuters
Beim Angriff am 11. September kamen vier US-Bürger ums Leben: Ein abgebranntes Gebäude auf dem Gelände des US-Konsulats in Benghazi. (12. September 2012)
Beim Angriff am 11. September kamen vier US-Bürger ums Leben: Ein abgebranntes Gebäude auf dem Gelände des US-Konsulats in Benghazi. (12. September 2012)
AFP
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama war nach dem Vorfall in Benghazi im eigenen Land scharf kritisiert worden: Aussenministerin Hillary Clinton.
Die Regierung von US-Präsident Barack Obama war nach dem Vorfall in Benghazi im eigenen Land scharf kritisiert worden: Aussenministerin Hillary Clinton.
AFP
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Mehr als eineinhalb Jahre nach der Attacke auf das US-Konsulat im libyschen Benghazi hat sich das US-Repräsentantenhaus für eine weitere Untersuchung zu dem tödlichen Vorfall ausgesprochen.

Mit 232 zu 186 Stimmen votierten die Abgeordneten der republikanisch dominierten Kammer für die Vorlage, laut der ein neuer Ausschuss noch ungeklärten Fragen nachgehen soll. Es ist bereits die achte Untersuchung zu dem Angriff vom 11. September 2012, bei dem der US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner getötet wurden.

Terroranschlag

Die Regierung sprach unmittelbar nach dem Vorfall von einem von Extremisten ausgenutzten Protest gegen ein Schmähvideo über den Propheten Mohammed. Doch später musste das Weisse Haus die Darstellung revidieren und sich scharfe Kritik anhören. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Terroranschlag handelte. Für die Attacke wurde bislang niemand zur Rechenschaft gezogen.

Republikaner warfen der Regierung von Präsident Barack Obama vor, die Öffentlichkeit im Wahlkampfjahr 2012 über die wahren Hintergründe im Unklaren zu lassen. Doch die Demokraten sehen das jüngste Votum zum Fall Benghazi als politisches Manöver und erwägen einen Boykott des neuen Untersuchungsgremiums. Am heutigen Freitag wollen sie bei einem Treffen über die nächsten Schritte entscheiden.

SDA/wid

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