Zum Hauptinhalt springen

Der Befreiungsschlag des Präsidenten

Mexikos Präsident hat eine grosse Polizeireform angekündigt. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitskräfte ist auf dem Tiefpunkt.

«Vertrauenswürdiger, professioneller und effektiver»: So stellt sich Mexikos Präsident die neue Polizei vor.
«Vertrauenswürdiger, professioneller und effektiver»: So stellt sich Mexikos Präsident die neue Polizei vor.
Reuters

«So kann es nicht weitergehen in Mexiko», sagte Präsident Enrique Peña Nieto, als er im Nationalpalast in Mexiko-Stadt eine grosse Justiz- und Polizeireform ankündigte.

Zehn Massnahmen sind es, die das Land aus der schwersten Sicherheitskrise seit Jahrzehnten führen und die Glaubwürdigkeit des Präsidenten wiederherstellen sollen. Die wichtigste sieht vor, die insgesamt 1‘800 Einheiten der Gemeindepolizei aufzulösen. Stattdessen sollen in den Munizipien Polizeikräfte der jeweiligen Bundesstaaten tätig sein. Die Zahl der lokalen Polizeicorps würde damit auf 32 reduziert. Eines der Hauptprobleme im Kampf gegen die Drogenmafia ist die Korrumpierbarkeit der schlecht bezahlten, dürftig ausgebildeten und ungenügend ausgerüsteten Gemeindepolizisten, die mit Monatslöhnen von wenigen hundert Franken auskommen müssen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.