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«Die Bergleute müssen sich Ämtlein geben»

Die chilenischen Bergleute werden wohl noch Monate unter der Erde gefangen sein. Wie ein Mensch so etwas aushält und wie die Nasa den Männern helfen kann, erklärt der Notfallpsychologe Urs Braun.

Zur Rettungsaktion ist auch Chiles Präsident Sebastian Pinera (in der roten Jacke) angereist.
Zur Rettungsaktion ist auch Chiles Präsident Sebastian Pinera (in der roten Jacke) angereist.
Reuters
1600 Journalisten aus der ganzen Welt sind ins Zeltlager Esperanza angereist, um über die Rettung der verschütteten Bergleute zu berichten. Wer etwas mehr Komfort wünscht, kann für 350 Franken die Nacht in einem Luxuszelt übernachten.
1600 Journalisten aus der ganzen Welt sind ins Zeltlager Esperanza angereist, um über die Rettung der verschütteten Bergleute zu berichten. Wer etwas mehr Komfort wünscht, kann für 350 Franken die Nacht in einem Luxuszelt übernachten.
Reuters
Einer der 33 eingeschlossenen Bergarbeiter.
Einer der 33 eingeschlossenen Bergarbeiter.
Keystone
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Die chilenischen Bergleute sind seit zwei Wochen eingesperrt und müssen noch mehrere Monate dort unten ausharren. Was bedeutet das für die Psyche? Das ist ziemlich belastend und die maximale Belastung. Der Raum ist sehr klein, nur rund sechs auf sieben Meter für 33 Personen. Stellen Sie sich vor, sie steigen mit 32 anderen Leuten in einen Lift dieser Grösse. Sobald die Türen geschlossen sind, werden die meisten ihren Blick auf den Boden senken und in eine Art Trance eintauchen, weil die Sozialdistanz unterschritten ist – also die Nähe, in der man sich noch wohl fühlt. So schützen wir uns während der kurzen Fahrt vor unangenehmer Nähe. Stellen Sie sich nun vor, Sie sind während Wochen in dieser Situation eingesperrt.

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