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Die Nato beendet ihren Libyen-Einsatz

Der UNO-Sicherheitsrat hebt das Mandat des Militärbündnisses per 31. Oktober auf. Nach dem Tod von Ghadhafi brauche das Volk keinen Schutz mehr vor dem Regime, heisst es.

Für die Nato im Einsatz: Französischer Rafale-Kampfjet auf dem Flugzeugträger Charles de Gaulle.
Für die Nato im Einsatz: Französischer Rafale-Kampfjet auf dem Flugzeugträger Charles de Gaulle.
Keystone

Der Libyen-Einsatz der Nato geht Ende Oktober zu Ende. Eine Woche nach dem Tod von Ex-Diktator Muammar al-Ghadhafi haben die Vereinten Nationen beschlossen, das Mandat für den internationalen Militäreinsatz aufzuheben. Der UNO-Sicherheitsrat nahm einstimmig eine neue Resolution an, die das im März verkündete Flugverbot ausser Kraft setzt. Auch der Militäreinsatz muss beendet werden.

Dieser Teil der Resolution tritt am Montag um 23.59 Uhr libyscher Zeit in Kraft. Der Nato-Militäreinsatz sollte allerdings ohnehin am gleichen Tag beendet werden.

Im März hatte der Rat die Nato beauftragt, ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen und die Zivilbevölkerung mit militärischen Mitteln vor Angriffen von Truppen Ghadhafis zu schützen. Der Einsatz hatte entscheidenden Anteil am Sturz von Ghadhafi.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bezeichnete den Einsatz als Erfolg. «Wir haben das Mandat voll erfüllt», sagte er mit Blick auf den UNO-Auftrag, die Zivilbevölkerung gegen Übergriffe des früheren Machthabers Ghadhafi zu schützen. Zu Wünschen des libyschen Übergangsrates, die Nato solle weiterhin eine wichtige Rolle spielen, sagte der Generalsekretär, er sehe «keine grosse Rolle». Denkbar sei indes eine Unterstützung der Allianz beim Aufbau eigener libyscher Sicherheitskräfte.

sda/dapd/miw

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