Zum Hauptinhalt springen

Donald ist bereit für die zweite Runde

Den Slogan hat er bereits. Die Überzeugung, noch einmal zu siegen, auch. Nun hat Trump die für eine zweite Amtszeit nötigen Unterlagen eingereicht.

Sowohl er als auch sein Team sprechen bereits von «acht Jahren»: Donald Trump macht eine Pause im Oval Office während einer Zeremonie. (1. Februar 2017).
Sowohl er als auch sein Team sprechen bereits von «acht Jahren»: Donald Trump macht eine Pause im Oval Office während einer Zeremonie. (1. Februar 2017).
Carolyn Kaster, Keystone

Der erst seit zwei Wochen amtierende US-Präsident scheint sich in seiner neuen Position pudelwohl zu fühlen. Obwohl er sich laut der «Vanity Fair» bereits danach erkundigt hat, wie oft er zurück nach New York reisen könne, scheint er Gefallen am Weissen Haus gefunden zu haben. Denn am Tag seines Amtsantritts hat er die für eine zweite Amtszeit nötigen Formulare eingereicht, wie «The Independent» heute berichtet.

«Wir werden grossartige Dinge erreichen innerhalb der nächsten acht Jahre.»

US-Präsident Donald Trump

Dass Trump sich 2020 zur Verfügung stellen will, hat er zwar noch nicht formell angekündigt. Doch die von ihm bei der Federal Elections Commission (FEC) eingereichten Unterlagen zeugen vom Willen, ein zweites Mal anzutreten. Der Zeitpunkt dafür ist ungewöhnlich früh. Zum Vergleich: Barack Obama verkündete seine Kandidatur im April 2011, nur sieben Monate vor der Wahl.

Mit 16 Millionen Dollar ins neue Jahr gestartet

«Ich kann zwar nicht sagen, dass das vor ihm noch nie jemand gemacht hat. Aber ich kann mich an keinen Kandidaten erinnern, der so früh die Unterlagen eingereicht hat», bestätigt Gary Nordlinger von der George-Washington-Universität der Zeitung. «Mit einem Kampagnenkomitee für 2020 kann er jetzt mit dem Sammeln von Spenden anfangen.»

Doch der Geldfluss war mit Trumps Wahlsieg noch nicht verebbt, weiterhin floss und fliesst Geld in Trumps Komitees für die Vorbereitung seiner Kampagne 2020. Alleine im Dezember konnten diese Komitees Einnahmen von 11 Millionen Dollar verbuchen, zum Jahresende verbuchten sie einen Saldo von 16 Millionen Dollar, so das US-Newsportal «Politico».

«Acht Jahre, acht Jahre»

Selbstsicher hat Trump schon mehrmals angedeutet, dass er fest mit einer Amtszeit von acht Jahren rechnet, berichtet die «Washington Post». Eines von vielen Statements dieser Art äusserte er letzte Woche während einer Zeremonie im Weissen Haus: «Wir werden grossartige Dinge erreichen innerhalb der nächsten acht Jahre.» Dann fügte er sich wiederholend hinzu: «Acht Jahre.» Damit die Botschaft auch wirklich bei allen ankam.

Nicht nur er, auch sein Team sieht sich für acht Jahre im Amt. So sprach Trumps Pressesprecher Sean Spicer während einer Medienkonferenz vor der Inauguration von acht Jahren, während denen er mit Briefings auf dem Laufenden halten werde. Und auch Trumps Beraterin Kellyanne Conway äusserte sich in einem Interview mit Fox News in diese Richtung. Die «Washington Post» zitiert: «Das Weisse Haus und die Medien werden sich das Sorgerecht für diese Nation für acht Jahre teilen.»

Jimmy Carter (im Bild) und George H. W. Bush waren die einzigen Präsidenten, die das Amt nicht zweimal innehatten. Foto: Keystone

Diese Selbstsicherheit könnte darin begründet liegen, dass Trumps Chancen für eine achtjährige Amtszeit statistisch gesehen gut stehen. Denn Jimmy Carter und George H. W. Bush sind die einzigen Präsidenten der letzten 64 Jahre, die das Amt nicht zweimal innehatten.

«Keep America great»

Die Gelder fliessen, die Unterlagen sind eingereicht. Sogar der Slogan für seine Kampagne 2020 steht bereits fest, wie Redaktion Tamedia berichtete. Nach «Make America great again» (etwa: «Mach(t) Amerika wieder grossartig») 2016 soll laut der Nachrichtenagentur SDA neu «Keep America great» (etwa: «Halte(t) Amerika grossartig») lauten. Bereits zwei Tage vor seiner Amtseinführung beantragte Trump beim zuständigen Marken- und Patentamt die Markenrechte.

Den neuen Slogan hatte Trump vor zwei Wochen bei einem Interview mit der «Washington Post» verkündet und das Gespräch sogleich kurz unterbrochen, um einen Juristen mit dem Markenschutz zu beauftragen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch