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Durchbruch bei den Friedensgesprächen mit den Farc

Nach 50 Jahren Konflikt erzielten die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen einen ersten Erfolg in ihren Verhandlungen. Sie einigten sich über eine Landreform.

Historischer Durchbruch: Der Chef des Verhandlungsteams der kolumbianischen Regierung, Humberto de la Calle, ganz rechts, grüsste die Farc-Mitglieder Ricardo Tellez, Pablo Catatumbo und Ivan Marquez in Havanna. (26. Mai 2013)
Historischer Durchbruch: Der Chef des Verhandlungsteams der kolumbianischen Regierung, Humberto de la Calle, ganz rechts, grüsste die Farc-Mitglieder Ricardo Tellez, Pablo Catatumbo und Ivan Marquez in Havanna. (26. Mai 2013)
Keystone

Nach monatelangen Verhandlungen haben die kolumbianische Regierung und die linken Farc-Rebellen einen ersten wichtigen Erfolg erzielt und sich über eine Landreform geeinigt. Demnach sollen Opfer von Landraub und Vertreibung entschädigt werden, wie der kubanische Diplomat Carlos Fernández de Cossio in Havanna mitteilte. Es war das erste Kapitel bei den Friedensgesprächen in Havanna unter der Schirmherrschaft Kubas und Norwegens.

Bei den Verhandlungen zur Beendigung des fast 50 Jahre andauernden Konflikts geht es neben der Landreform um die politische Beteiligung der Guerilla, den Kampf gegen Drogenhandel, die Entwaffnung der Rebellen sowie die Entschädigung der Opfer des bewaffneten Konflikts. Der jetzige Friedensdialog hatte im November vergangenen Jahres begonnen. Seitdem war fast ausschliesslich über die Landreform verhandelt worden. Nach einer mehrtägigen Pause soll als Nächstes das Kapitel der politischen Beteiligung der Rebellen angegangen werden.

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) wurden 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer gegründet. In dem knapp 50 Jahre dauernden Konflikt mit der Regierung wurden Schätzungen zufolge 600'000 Menschen getötet und fast vier Millionen Menschen vertrieben.

AFP/kle

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