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«Euer Militär ist verängstigt. Unseres nicht»

Der neue US-Präsident will offenbar gegen «bad hombres» vorgehen. Er hat mit dem mexikanischen Präsidenten telefoniert.

Will gegen «bad hombres» vorgehen: Donald Trump, hier bei einer Veranstaltung in Philadelphia. (26. Januar 2017)
Will gegen «bad hombres» vorgehen: Donald Trump, hier bei einer Veranstaltung in Philadelphia. (26. Januar 2017)
AFP
Das Telefonat sei für Enrique Peña Nieto demütigend gewesen.
Das Telefonat sei für Enrique Peña Nieto demütigend gewesen.
Keystone
«Ich könnte es (das Militär) hinschicken, um sich der Sache anzunehmen»: Die Grenze zwischen Mexiko und den USA.
«Ich könnte es (das Militär) hinschicken, um sich der Sache anzunehmen»: Die Grenze zwischen Mexiko und den USA.
AFP
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US-Präsident Donald Trump hat ein militärisches Eingreifen in Mexiko angedeutet, sollte das Nachbarland nicht energisch gegen die von ihm so genannten «bad hombres» vorgehen. Das geht aus einem Telefonat Trumps mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto vor, von dem die Nachrichtenagentur AP einen Wortlautauszug erhielt.

Unklar bleibt darin, wen oder was Trump mit den «üblen Leuten» meint – er hat den Begriff «bad hombres» allerdings bereits im Wahlkampf für Drogenbarone und «schlechte Menschen» aus Mexiko verwendet.

«Euer Militär ist verängstigt»

Aus dem der AP von einer Gewährsperson zugespielten Wortlautauszug des am Sonntag geführten Telefonats geht nicht Peña Nietos Reaktion auf Trumps Äusserung hervor. Dem Transkript zufolge sagt Trump: «Ihr habt da unten einen Haufen bad hombres. Ihr macht nicht genug, um sie zu stoppen. Ich denke, euer Militär ist verängstigt. Unseres nicht, ich könnte es also da unten hinschicken, um sich der Sache anzunehmen.»

Das mexikanische Aussenministerium wies Darstellungen zurück, das Gespräch sei feindselig und für Peña Nieto demütigend gewesen. «Es ist absolut falsch, dass der Präsident der Vereinigten Staaten gedroht hat, Truppen nach Mexiko zu schicken», sagte Aussenamtssprecher Eduardo Sanchez am Mittwochabend im Rundfunksender Radio Formula.

Auch das Weisse Haus erklärte: «Die negativen Äusserungen, auf die sie sich beziehen, hat es in dem Gespräch nicht gegeben. Der Ton war im Gegenteil konstruktiv.»

dapd/woz

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