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Ex-Nato-Generalsekretär darf nicht in die USA

Javier Solana ist wegen früherer Besuche im Iran die Einreise in die USA verwehrt worden. Der Spanier findet das lächerlich.

2015 war er im Iran, um das inzwischen von den USA aufgekündigte Atomabkommen mitzuverhandeln: Javier Solana. (20. Juni 2018)
2015 war er im Iran, um das inzwischen von den USA aufgekündigte Atomabkommen mitzuverhandeln: Javier Solana. (20. Juni 2018)
Ismael Herrero, Keystone

Dem ehemaligen Nato-Generalsekretär Javier Solana ist wegen früherer Besuche im Iran die Einreise in die USA verwehrt worden. «Es ist eine etwas lächerliche Entscheidung», sagte Solana am Montag einem spanischen Fernsehsender.

Der Spanier hatte demnach ein Online-Formular für eine USA-Reise ausgefüllt und wurde abgelehnt. 2015 war er im Iran, um das inzwischen von den USA aufgekündigte Atomabkommen mitzuverhandeln.

«Die Leute müssen weiterhin in die schwierigsten Länder reisen und Verhandlungen fortführen», kritisierte Solana die Entscheidung. Von 1995 bis 1999 war er Nato-Generalsekretär, im Anschluss bis 2009 EU-Aussenbeauftragter.

Seit 2013 in keiner offiziellen Position

EU-Bürger müssen für USA-Reisen bis zu drei Monaten lediglich ein Online-Formular ausfüllen, um einreisen zu können. Seit 2015 müssen sich allerdings diejenigen, die zuvor im Iran, Irak, Sudan, Jemen oder in Syrien, Libyen oder Somalia waren, in einem komplizierteren Prozess um ein Visum bewerben.

Für Regierungsmitarbeiter gilt das zwar nicht – aber schon 2013 war Solana in keiner offiziellen Position mehr, als er an der Vereidigung des iranischen Präsidenten Hassan Rohani teilnahm.

Trotz der jetzigen Ablehnung will sich Solana weiter um eine Einreiseerlaubnis bemühen. «Ich muss hin, weil ich dort als Professor an mehreren Universitäten arbeite», sagte er.

SDA/nag

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