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In Ferguson herrscht angespannte Ruhe

Verschnaufpause: Nach den heftigen Protesten der letzten Tage haben die Einwohner der US-Stadt Thanksgiving gefeiert. In anderen Landesteilen gingen die Demonstrationen unterdessen weiter.

Fordern politisches Engagement statt Konsum: Protestzug durch die Saint Louis Galleria mall. (28. November 2014)
Fordern politisches Engagement statt Konsum: Protestzug durch die Saint Louis Galleria mall. (28. November 2014)
Joshua Lott/Getty Images, AFP
Angespannte Ruhe: Eine Lichterkette vor dem Polizeipräsidium in Ferguson. (27. November 2014)
Angespannte Ruhe: Eine Lichterkette vor dem Polizeipräsidium in Ferguson. (27. November 2014)
Reuters
Die Menschen in Ferguson sind nach dem Entscheid aufgebracht. (24. November 2014)
Die Menschen in Ferguson sind nach dem Entscheid aufgebracht. (24. November 2014)
Reuters
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In angespannter Ruhe haben die Menschen in der US-Kleinstadt Ferguson Thanksgiving gefeiert und sich von den gewaltsamen Protesten der vergangenen Tage erholt. In New York gab es hingegen erneut Festnahmen bei Protesten gegen das Verdikt der Grand Jury.

Die meisten Einwohner in Ferguson, wo der 18-jährige Michael Brown im August von einem weissen Polizisten erschossen worden war, blieben der Kälte und den Strassen fern und feierten im Familienkreis das US-Erntedankfest.

Andere gingen zur Kirche und schmückten verrammelte Geschäfte, die aus Sicherheitsgründen weiter geschlossen blieben. Die Wellspring Kirche lud ihre Gemeinde zum alljährlichen Thanksgiving-Mahl ein. Noch immer patrouillierten Nationalgardisten und Polizisten in der Kleinstadt, es blieb aber friedlich.

Erneut Proteste geplant

Der Feiertag könnte allerdings auch nur eine Verschnaufpause vor neuen Protesten sein, denn der Zorn der Menschen in Ferguson darüber, dass sich der Polizist für seine Schüsse nicht vor Gericht verantworten muss, schien noch nicht verebbt.

Für morgen, dem traditionellen Einkaufstag nach Thanksgiving, haben Aktivisten und US-Prominente im Internet zum Shopping-Boykott aufgerufen. Am Samstag sind landesweit erneut Proteste gegen das Ferguson-Urteil geplant.

Sieben Festnahmen in New York

In New York versuchten am Donnerstag zudem mehrere Demonstranten, den Thanksgiving-Umzug in der Stadt zu stören und Metallabsperrungen einzureissen. Nach Angaben der Polizei wurden sieben Menschen wegen «Ruhestörung» festgenommen. Unter dem Motto #stoptheparade (Stoppt den Umzug) war zuvor im Internet zu dem Protest aufgerufen worden.

Für neue Demonstrationen und Ausschreitungen könnte ausserdem der Fall des schwarzen Jungen Tamir Rice sorgen, der am vergangenen Wochenende in Cleveland von einem weissen Polizisten erschossen worden war, als er mit einer Waffenattrappe gespielt hatte. Der Beamte hatte nicht erkannt, dass der Zwölfjährige nur eine unechte Pistole bei sich hatte.

SDA/ajk

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