Kein Durchbruch bei Friedensgesprächen in Kolumbien

Kurz vor der Präsidentenwahl konnten sich die kolumbianische Regierung und die linke Guerillaorganisation ELN erneut nicht auf eine langfristige Waffenruhe einigen.

Am Sonntag wählt Kolumbien einen neuen Präsidenten: Wahlkampfveranstaltung in Cali. Bild: Luis ROBAYO / AFP

Am Sonntag wählt Kolumbien einen neuen Präsidenten: Wahlkampfveranstaltung in Cali. Bild: Luis ROBAYO / AFP

Kurz vor der Präsidentenwahl in Kolumbien ist den Unterhändlern bei den Friedensgesprächen zwischen der Regierung und der linken Guerillaorganisation ELN kein Durchbruch geglückt. Die Delegationen beendeten am Freitag wider Erwarten die fünfte Verhandlungsrunde, ohne sich auf eine langfristige Waffenruhe zu einigen.

Der ehemalige Vizepräsident und Chefunterhändler Gustavo Bell hatte zuletzt einen Durchbruch in der fünften Verhandlungsrunde in Aussicht gestellt. Doch auch Aussenministerin María Ángela Holguín konnte bei ihrer Teilnahme an den Gesprächen im kubanischen Havanna keine Einigung herbeiführen. Für die Tage um die Wahl am Sonntag hat die ELN eine einseitige Waffenruhe erklärt.

Die Friedensverhandlungen könnten unter der neuen Regierung deutlich schwieriger werden, denn alles deutet auf einen Wahlsieg des konservativen Kandidaten Iván Duque hin. Nach seinen Vorstellungen soll die ELN ihre kriminellen Aktivitäten einstellen und ihre Kämpfer an einem Ort zusammenziehen, bevor die Gespräche fortgesetzt werden. Das dürften die Rebellen kaum akzeptieren.

sda

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