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Obama für einmal ein Cop

Der US-Präsident stattete der New Yorker Polizei einen Besuch ab. Er hatte eine besondere Botschaft für die Beamten.

Der Präsident bei der Terrorfahndung: Obama freut sich über seine neue Polizeibekleidung.
Der Präsident bei der Terrorfahndung: Obama freut sich über seine neue Polizeibekleidung.
Keystone

«Ich wollte nur vorbeischauen und danke sagen», erklärte Obama. Die Arbeit der New Yorker Polizei sei beispielhaft. Danke sagte er für die Arbeit im Zusammenhang mit dem gescheiterten Anschlag am Times Square. Der Präsident besuchte am Donnerstag das sogenannte Real Time Crime Center in New York, eine Polizeiabteilung, die neben Hinweisen aus der Bevölkerung auch Satellitenbilder auswertet und mit Computerprogrammen typische Bewegungsmuster von Kriminellen zu erstellen versucht.

Zuvor waren im Zusammenhang mit dem gescheiterten Anschlag vom 1. Mai in den US-Staaten Massachusetts und Maine drei weitere Personen festgenommen worden. Sie seien wegen Verstössen gegen das Einwanderungsgesetz in Gewahrsam genommen worden, sagte US-Justizminister Eric Holder am Donnerstag (Ortszeit). Es gebe zudem Hinweise darauf, dass sie dem Hauptverdächtigen in dem Fall, Faisal Shazad, Geld gegeben hätten. Ein Sprecher des Justizministeriums betonte, den Festgenommenen werde kein terroristisches Motiv vorgeworfen. Dennoch sprach Minister Holder von einem «bedeutenden Schritt» bei den Ermittlungen zu dem Anschlagsversuch vom 1. Mai auf dem New Yorker Times Square. Es gebe «zumindest Anlass» zu glauben, dass die Festgenommenen Shazad mit Geld versorgt hätten. «Also versuchen wir herauszufinden, was für Transaktionen das genau waren und welches Ziel sie hatten», fügte Holder hinzu.

Shazad war pleite

Shazad war nach bisherigen Erkenntnissen arbeitslos und pleite, sein Haus in Connecticut wurde zwangsversteigert. Er hatte aber eine Wohnung und ein Auto.

Zudem zahlte er 1300 Dollar für den Geländewagen, den er mit Propangasbehältern, Benzinkanistern und Feuerwerkskörpern am Times Square abstellte. Der Sprengsatz war rechtzeitig entdeckt und entschärft worden.

Helikopter bei Razzia

Nach US-Medienberichten gab es am Donnerstag mehrere Razzien in den Bundesstaaten New York, New Jersey, Connecticut und Massachusetts. In dem Bostoner Vorort Brookline in Massachusetts durchsuchten Polizisten, FBI-Agenten und Mitarbeiter der Einwandererbehörde eine Tankstelle.

Helikopter überflogen den Ort, der abgesperrt wurde. Eine andere Razzia fand in einer Wohnung in Watertown westlich von Boston statt, wie ein Augenzeuge im Fernsehen sagte.

Verbindung zu den Taliban

Ein in Pakistan festgenommener Verdächtiger bezeichnete sich laut einem US-Zeitungsbericht als einen Komplizen Shazads, der ebenfalls aus Pakistan stammt, aber einen US-Pass hat.

Wie die «Washington Times» unter Berufung auf US-Vertreter berichtete, lieferte der Mann Beweise für Verbindungen zwischen dem Anschlagsversuch und den pakistanischen Taliban. Auch Justizminister Holder sagte am Donnerstag, es gebe Beweise dafür, dass die Taliban hinter dem vereitelten Attentat steckten.

Shazad war Anfang vergangener Woche in einem startbereiten Flugzeug in New York von FBI-Beamten festgenommen worden. Er wollte nach Justizangaben nach Dubai fliegen. Er ist wegen Terrorismus, des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe und der versuchten Zerstörung eines Gebäudes angeklagt. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.

ddp/cpm

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