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So soll Trump bei den Steuern getrickst haben

Eine Woche vor der Präsidentschaftswahl wirft ein Bericht neue Fragen über das Steuergebaren von Donald Trump auf.

Hat er legal Steuern vermieden? Donald Trump am 1. Oktober in Manheim, Pennsylvania.
Hat er legal Steuern vermieden? Donald Trump am 1. Oktober in Manheim, Pennsylvania.
Jessica Kourkounis/Getty Images/AFP
Unterlagen sollen die Steuervermeidung belegen: Ein Auszug aus Donald Trumps Steuererklärung aus dem Jahr 1995.
Unterlagen sollen die Steuervermeidung belegen: Ein Auszug aus Donald Trumps Steuererklärung aus dem Jahr 1995.
Screenshot New York Times
Der republikanische Präsidentschaftskandidat auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1995. Den Steuerpapieren aus diesem Jahr soll zu entnehmen sein, dass Donald Trump seine geschäftlichen Verluste steuermindernd verbuchen liess.
Der republikanische Präsidentschaftskandidat auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1995. Den Steuerpapieren aus diesem Jahr soll zu entnehmen sein, dass Donald Trump seine geschäftlichen Verluste steuermindernd verbuchen liess.
AP Photo/Kathy Willens
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Donald Trump kam nach einem Bericht der «New York Times» in den 1990er Jahren mithilfe dubioser Manöver womöglich um die Zahlung von Steuern in Höhe von Hunderten Millionen Dollar herum. Selbst seine Anwälte hätten sein Vorgehen für fragwürdig gehalten, berichtete die Zeitung am Montag. Demnach könnten Trumps Manöver ausserdem erklären, wie er einige Jahre später einen Verlust von mehr als 900 Millionen Dollar anmelden und wegen der hohen Summe danach vermutlich fast 18 Jahre lang auf legalem Weg keine Abgaben zahlte.

Im Zentrum der Enthüllung steht die Pleite seines Casinoimperiums in Atlantic City in den frühen 90er Jahren. In der Folge wurden ihm allerdings Schulden in Höhe von Hunderten Millionen Dollar erlassen, was Fragen aufwirft. Denn in der Regel werden stornierte Schulden als zu versteuerndes Einkommen gewertet, was bedeutet, dass Trump dem Finanzamt weitaus mehr Geld schulden würde als seine Gläubiger ihm erliessen.

Methode wahrscheinlich «inkorrekt»

Aus Dokumenten von vor 25 Jahren, die der «New York Times» vorliegen, soll jedoch hervorgehen, dass Trump den Schuldenerlass gegen eine praktisch wertlose Eigenkapitalpartnerschaft ausgetauscht habe, um jegliche Steuerverbindlichkeiten zu vermeiden. Die Strategie gleicht in vielem einem Steuertrick, der damals schon verboten war.

Trumps Anwälte hätten ihn gewarnt, dass das Finanzamt seine Methode im Falle einer Prüfung wahrscheinlich als inkorrekt einstufen würde, meldete die Zeitung weiter. Der Kongress verbot den Trick im Jahr 2014 ausdrücklich. Zum Kreis der Abgeordneten, die sich für eine Schliessung des Schlupflochs aussprachen, gehörte die damalige New Yorker Senatorin Hillary Clinton, Trumps demokratische Rivalin im Kampf ums Weisse Haus.

Trumps Sprecherin Hope Hicks erklärte in einer Reaktion, ihr Chef glaube nicht, dass Steuerzahler «Steuererklärungen einreichen sollten, die sämtliche Zweifel zugunsten des Finanzamts ausräumt.»

AP/bee

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