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Startverbot für F-35-Kampfjets in den USA

Die bereits aufgeheizte Debatte um die Anschaffung von 2400 neuen Kampfflugzeugen erhält in den USA neuen Zündstoff: Während einer Inspektion wurde bei einer F-35 eine gebrochene Triebwerksschaufel entdeckt.

Darf vorübergehend nicht mehr in die Luft: Kampfjet F-35. (Archivbild)
Darf vorübergehend nicht mehr in die Luft: Kampfjet F-35. (Archivbild)
Keystone

Das US-Verteidigungsministerium hat wegen eines Triebwerksproblems seinen modernsten Kampfflugzeuge vom Typ F-35 Startverbot erteilt. Bei einer Routineinspektion einer F-35A auf dem kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Edwards sei eine gebrochene Triebwerksschaufel entdeckt worden, teilte das Pentagon in Washington mit.

Das defekte Triebwerk sei zur Untersuchung zum Hersteller Pratt & Whitney geschickt worden. Derzeit sei es zu früh, das Ausmass des technischen Defekts für die gesamte F-35-Flotte von derzeit 51 Jets abzuschätzen. Geplant ist die Anschaffung von mehr als 2400 F-35, wogegen es im Kongress wegen des hohen Preises Widerstand gibt.

Die F-35 ist das teuerste Rüstungsprogramm der USA mit Kosten von fast 400 Milliarden Dollar. Die Überwachungsorganisation Projekt für Regierungsaufsicht erklärte, das Problem werde wohl zu keiner grösseren Verzögerung bei der Modernisierung des Kampfflugzeugbestands bei Luftwaffe und Marine führen. Die F-35 soll die älteren Kampf-Jets F-16 und F/A-18 ersetzen.

«Die F-35 ist ein riesiges Problem wegen ihre wachsenden, ohnehin schon unbezahlbaren Kosten und ihrer gigantisch enttäuschenden Leistung», sagte ein Sprecher des Projekts, Winslow Wheeler. «Diese Leistung wäre an sich schon inakzeptabel, wenn das Flugzeug die viel zu geringen Anforderungen erfüllen würde – was es nicht tut.»

dapd/chk

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