Trump einigt sich mit Demokraten auf Haushalt

Mit dem «Budgetkompromiss» in den USA sollen milliardenschwere Mehrausgaben ermöglicht und ein weiterer Shutdown verhindert werden.

Die Einigung hebt die Ausgabengrenzen für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 an: Das Kapitol in Washington. (Archivbild)

Die Einigung hebt die Ausgabengrenzen für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 an: Das Kapitol in Washington. (Archivbild)

(Bild: Keystone Carolyn Kaster)

US-Präsident Donald Trump hat eine längerfristige Haushaltseinigung mit den oppositionellen Demokraten erzielt. Die Übereinkunft soll milliardenschwere Mehrausgaben ermöglichen und eine erneute Haushaltssperre (Shutdown) verhindern.

Trump schrieb am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter, es sei ein «Kompromiss» mit den Anführer seiner Republikaner und der Demokraten in beiden Kongresskammern erreicht worden. Dies sei «ein grosser Sieg für unser grossartiges Militär und unsere Veteranen».

Die Einigung hebt die Ausgabengrenzen für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 an. Ausserdem wird die Schuldenobergrenze bis Ende Juli 2021 ausser Kraft gesetzt – also bis knapp neun Monate nach der Präsidentschaftswahl von Anfang November 2020.

Laut einer Quelle im Kongress erlaubt die Einigung eine Steigerung der Ermessensausgaben der US-Regierung von 1,32 Billionen Dollar heuer auf 1,37 Billionen Dollar im Fiskaljahr 2020.

Einigung begrüsst

Die Demokraten begrüssten die Einigung als wichtigen Schritt, um eine stabile Finanzierung politischer Prioritäten zu ermöglichen. «Mit dieser Vereinbarung wollen wir einen weiteren Shutdown verhindern, der so schädlich für die Bedürfnisse der US-Bevölkerung ist», erklärten die Anführer der Demokraten in Repräsentantenhaus und Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer.

Der Streit um die Finanzierung einer Mauer an der Grenze zu Mexiko hatte über die Jahreswende eine fünfwöchige Haushaltsblockade und damit eine Teilschliessung von US-Bundesbehörden ausgelöst. Es war der längste sogenannte Shutdown der US-Geschichte.

Mit der nun erzielten längerfristigen Haushaltsvereinbarung dürfte die Neuverschuldung der USA weiter anwachsen. Konservative Republikaner sehen das kritisch.

chk/sda

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