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«Wir sind in die Falle der Überwachungskapitalisten geraten»

Der Überwachungskapitalismus geht davon aus, dass die private menschliche Erfahrung frei zugängliches Rohmaterial ist. Foto: imago/ITAR-TASS

Frau Zuboff, Sie sagen, wir befinden uns im Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Was macht ihn aus?

Woher kommt dieser Überwachungskapitalismus?

«Wir sind nicht das Produkt, sondern vielmehr die Quelle, das frei zugängliche Rohmaterial.»

Sie schreiben, dass der Überwachungskapitalismus dem monströsen Gemetzel an Elefanten gleiche, um an das Elfenbein zu kommen. Und wir Menschen seien nicht das Produkt, also das Elfenbein, sondern der zurückgelassene Kadaver. Was meinen Sie damit?

Inwiefern?

Was unterscheidet den Überwachungskapitalismus vom Industriekapitalismus, wie wir ihn kennen?

«Der Überwachungskapitalismus lässt die Menschen des 21. Jahrhunderts in ihren Ketten tanzen.»

... die ständig ausgebeutet werden?

Der Widerstand gegen diese Form der Überwachung ist bislang nicht sehr gross. Sehen wir die Gefahren nicht?

Warum diese Abhängigkeit?

«Es gibt immer eine Tendenz, das, was ohne Beispiel ist, durch die Linse der bereits gemachten Erfahrung zu interpretieren.»

Wie konnte das passieren?

Es gelang damals, die schlimmsten Auswüchse des Industriekapitalismus einzudämmen – kann das mit dem Überwachungskapitalismus nicht auch gelingen?

Was ist zu tun?

In der EU gibt es Ideen und Überlegungen, Google, Facebook und Co. stärker zu regulieren oder gar zu zerschlagen.