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Washington setzt Berlin wegen Huawei unter Druck

Sollte Deutschland beim Aufbau des 5G-Netzes auf «unzuverlässige» Partner setzen, droht ein Ende der Geheimdienst-Zusammenarbeit.

Der chinesische Konzern sorgt für Ärger zwischen den USA und Deutschland: Ein Huawei-Geschäft in Peking. (Archiv)
Der chinesische Konzern sorgt für Ärger zwischen den USA und Deutschland: Ein Huawei-Geschäft in Peking. (Archiv)
Andy Wong, Keystone

In der Debatte um die Beteiligung des chinesischen Huawei-Konzerns am Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland drohen die USA der Bundesregierung mit Konsequenzen für die Geheimdienstzusammenarbeit. Sollte die Bundesregierung beim Aufbau des Netzes auf «unzuverlässige» Partner setzen, könnte dies «in Zukunft die reibungslose Zusammenarbeit und den Austausch einiger Informationen gefährden», erklärte ein Sprecher der US-Botschaft am Montag in Berlin gegenüber AFP.

Die Botschaft reagierte damit auf einen Bericht des «Wall Street Journal» vom Montag. Dem Bericht zufolge hatte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, am Freitag einen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geschrieben und darin mit einer Beendigung der bisherigen Geheimdienst-Zusammenarbeit gedroht.

Gefahr für Vertraulichkeit

«Sichere Kommunikationssysteme» seien «essenziell» für die Kooperation in den Bereichen Verteidigung und Geheimdienste, schrieb Grenell demnach. Unternehmen wie Huawei könnten die «Vertraulichkeit dieses Austausches gefährden».

Der Sprecher der US-Botschaft bestätigte diese Angaben im Grundsatz. Er erklärte: «Sofern es im Netzwerk eines Verbündeten unzuverlässige Lieferanten gibt, könnte dies Fragen aufwerfen zur Integrität und Vertraulichkeit sensibler Kommunikation sowohl innerhalb dieses Landes als auch zwischen diesem Land und seinen Verbündeten.»

AFP/sep

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