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Weisses Haus schimpft über Rassismus-Vorwürfe

Eine ehemalige Angestellte Donald Trumps bezeichnet den Präsidenten in ihrem Buch als Rassisten, Fanatiker und Frauenfeind.

Der Präsident machte die ehemalige «The Apprentice»-Teilnehmerin zur Kommunikationsdirektorin des Büros des Weissen Hauses für öffentliche Beteiligung und zwischenstaatliche Angelegenheiten: Donald Trump neben Omarosa Manigault-Newman. (1. Februar 2017)
Der Präsident machte die ehemalige «The Apprentice»-Teilnehmerin zur Kommunikationsdirektorin des Büros des Weissen Hauses für öffentliche Beteiligung und zwischenstaatliche Angelegenheiten: Donald Trump neben Omarosa Manigault-Newman. (1. Februar 2017)
Michael Reynolds, Keystone

Das Weisse Haus hat neue Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump aus einem noch unveröffentlichten Insider-Buch pauschal zurückgewiesen. «Das Buch ist durchsetzt mit Lügen und falschen Anschuldigungen», sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Freitag in Bedminster.

«Es ist traurig, dass eine verärgerte ehemalige Mitarbeiterin des Weissen Hauses versucht, aus diesen falschen Angriffen Profit zu schlagen.»

Zuvor hatten der britische «Guardian» und die «Washington Post» vorab aus dem Buch «Unhinged: An Insider Account of the Trump White House» (in etwa: «Aus den Angeln gehoben: Ein Insiderbericht aus Trumps Weissem Hauses») von Omarosa Manigault Newman zitiert. Darin erhebt die Autorin unter anderem Rassismusvorwürfe gegen Trump. Der «Guardian» berichtete, Manigault Newman nenne Trump in dem Buch «einen Rassisten, einen Fanatiker und einen Frauenfeind».

Schon bei «The Apprentice» aufgefallen

Die Autorin schreibe, sie habe selber gehört, wie Trump über den philippinisch-stämmigen Ehemann einer Mitarbeitern rassistische Anmerkungen gemacht habe. Haiti habe er als «beschissenes Land» bezeichnet. Sie habe zudem aus drei verschiedenen Quellen gehört, dass es aus der Zeit von Trumps Moderatorentätigkeit bei der TV-Show «The Apprentice» Aufnahmen gebe, wo er mehrfach das «N-Wort» gesagt habe, sich also rassistisch über Afroamerikaner geäussert habe.

Manigault Newman schreibt laut «Washington Post», nach ihrer Entlassung aus dem Weissen Haus im Dezember habe Trumps Wahlkampfteam ihr einen mit monatlich 15'000 Dollar dotierten Job angeboten - im Gegenzug hätte sie sich zum Schweigen verpflichten müssen.

Heimlich Gespräche mitgeschnitten

Die «Washington Post» berichtete, dass Manigault Newman - die damals die hochrangigste Afroamerikanerin im Weissen Haus gewesen sei - für einige der schwerwiegendsten Vorwürfe keine Beweise vorlege. Das Nachrichtenportal «The Daily Beast» hatte am Mittwoch unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, Manigault Newman habe heimlich Konversationen mit Trump mitgeschnitten.

Manigault Newman war früher ebenfalls bei «The Apprentice» aufgetreten. Ihr Buch soll am Dienstag kommender Woche im Verlag Barnes&Noble erscheinen. Zu Jahresbeginn hatte bereits das Buch «Fire and Fury - Inside the Trump White House» des Journalisten Michael Wolff ein verheerendes Bild vom US-Präsidenten gezeichnet.

SDA/roy

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