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Zehntausende demonstrieren gegen Trumps Migrationspolitik

Die Null-Toleranz-Politik des US-Präsidenten stösst auf Widerstand. Auch Prominente gingen auf die Strasse.

Landesweiter Protesttag: US-Bürger machen mobil gegen Trumps Einwanderungspolitik. Video: Tamedia/AFP

Zehntausende Menschen sind am Samstag in Dutzenden US-Städten auf die Strasse gegangen, um gegen Donald Trumps Einwanderungspolitik zu demonstrieren. Sie wandten sich unter dem Motto «Families belong together» gegen die gewaltsame Trennung von Migrantenfamilien. Die Massnahmen sind Teil der «Null-Toleranz-Politik» Trumps, mit der die US-Behörden illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten wollen.

Hunderte dürfen zurück zu ihrer Familie: Ein Bus der US-Grenzbehörde voller Migranten-Kinder am 23. Juni 2018 in Texas.
Hunderte dürfen zurück zu ihrer Familie: Ein Bus der US-Grenzbehörde voller Migranten-Kinder am 23. Juni 2018 in Texas.
Spencer Platt, AFP
Mit dieser Jacke goss Melania Öl ins Feuer: Nach ihrem Besuch eines Aufnahmezentrums für Kinder in Texas trug sie eine olivgrüne Jacke mit dem Spruch: «Es ist mir wirklich egal. Euch auch?». (21. Juni 2018)
Mit dieser Jacke goss Melania Öl ins Feuer: Nach ihrem Besuch eines Aufnahmezentrums für Kinder in Texas trug sie eine olivgrüne Jacke mit dem Spruch: «Es ist mir wirklich egal. Euch auch?». (21. Juni 2018)
Chip Somodevilla, AFP
Die Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, nannte die Vorgehensweise «beschämend».
Die Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, nannte die Vorgehensweise «beschämend».
AP Photo/John Minchillo, Keystone
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Trump hatte die Praxis zwar vorübergehend beendet – jedoch nur, um Eltern und Kinder gemeinsam einzusperren. Ein neues Migrationsgesetz scheitert an Widerständen im Parlament. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen mehr als 2500 Minderjährige von ihren Familien getrennt. Die teils vor Gericht erzwungene Wiedervereinigung von Eltern und Kindern verläuft schleppend.

Die Demonstrationen, an denen auch zahlreiche Politiker der oppositionellen Demokraten teilnahmen, starteten am Samstag an der US-Ostküste, später sollten Märsche an der Westküste hinzukommen, etwa in Los Angeles. In der Hauptstadt Washington gingen rund 50'000 Menschen auf die Strasse.

Auch Promis auf der Strasse

Auch in Boston gab es eine Grosskundgebung, auf der unter anderem die demokratische Senatorin Elizabeth Warren sprach. Sie forderte eine neue Aufgabenbeschreibung für die Polizeibehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE). Deren Beamten waren immer wieder durch als überhart empfundenes Durchgreifen gegen Migranten aufgefallen.

In Washington solidarisierten sich auch Prominente mit den Demonstranten, darunter die Sängerin Alicia Keys. In der Nähe des Weissen Hauses hatte sich eine kleine Gruppe Gegendemonstranten eingefunden, die die Ausländerpolitik Politik des Weissen Hauses gutheissen.

SDA/hvw

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