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Zusammenstösse beim Wahlkampf in Venezuela

In Venezuela ist es zum Auftakt des Wahlkampfes zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und der Opposition gekommen. Staatspräsident Chávez besucht derweil Fidel Castro in Kuba.

Zeigen sich trotz der Proteste der Opposition siegessicher: Anhänger von Hugo Chávez.
Zeigen sich trotz der Proteste der Opposition siegessicher: Anhänger von Hugo Chávez.
Reuters

Die Nationalgarde setzte am Mittwoch Tränengas gegen eine kleine Gruppe von Gegnern des Präsidenten Hugo Chávez ein. Diese hatte sich in der Nähe des Parlaments im Zentrum der Hauptstadt Caracas zu einer Demonstration versammelt hatte. «Wir waren zu Fuss auf dem Weg zum Parlament, wir wollten dort eine Erklärung verlesen und plötzlich hat die Nationalgarde ohne jede Vorwarnung Tränengas auf uns geschossen», sagte Oppositionskandidat Stalin Gonzalez dem TV-Sender Globovision.

Das Parlament erklärte, die Demonstranten hätten sich mit Gewalt Zugang zum Gebäude verschaffen wollen. Die Anhänger von Chavez nahmen derweil zu Zehntausenden am Wahlkampfauftakt der Regierung teil.

Die Abstimmung ist für den 26. September angesagt und gilt als Test für den sozialistischen Präsidenten, der sich erst in zwei Jahren wieder zur Wahl stellen muss. Kritiker halten dem erklärten US-Gegner vor, die Meinungsfreiheit im Land systematisch einzuschränken.

Chávez besucht Kuba

Derweil hat Hugo Chávez am Mittwoch dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und dessen Bruder und Staatschef Raúl Castro einen Kurzbesuch abgestattet. Während des fünfstündigen Aufenthalts sprach Chávez mit Raúl Castro über die Beziehungen der beiden verbündeten Regierungen, wie das kubanische Staatsfernsehen am Mittwoch mitteilte.

Das über grosse Erdölvorkommen verfügende Venezuela unterstützt die verarmte Karibikinsel und ist Kubas wichtigster Handelspartner. In dem Gespräch mit dem 84-jährigen Fidel Castro ging es den Angaben zufolge unter anderem um die Gefahren eines Atomkriegs, falls die USA den Iran angriffen. Zudem habe Fidel seinem Besucher aus dem zweiten Band seiner Memoiren vorgelesen, der kurz vor der Veröffentlichung stehe, meldete das Fernsehen. Den knapp 900 Seiten starken ersten Teil seiner Lebenserinnerungen hatte Fidel Castro Anfang des Monats vorgestellt. Darin enthalten sind eine Biografie sowie eine Schilderung des Guerilla-Kampfes gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista Ende der 1950er Jahre.

Fidel Castro hatte nach einer schweren Erkrankung im Juli 2006 die Macht auf der Karibikinsel an seinen Bruder Raúl übergeben. Seitdem zeigte sich Fidel Castro nur selten in der Öffentlichkeit, veröffentlichte in den kubanischen Staatsmedien aber immer wieder «Reflexionen» über die Weltpolitik.

sda/afp/mt

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