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Australien genehmigt umstrittenen Kohlehafen

Vor dem Great Barrier Reef, dem grössten Korallenriff der Erde, soll ein Hafen zur Verschiffung von Kohle entstehen. Das Projekt unterliegt strikten ökologischen Vorlagen.

Taucher- und Schnorchlerparadies: Das Great Barrier Reef. (Archivbild)
Taucher- und Schnorchlerparadies: Das Great Barrier Reef. (Archivbild)
Queensland Tourism/AP, Keystone

Die australische Regierung hat am Dienstag grünes Licht für einen hoch umstrittenen Hafenausbau vor dem Great Barrier Reef gegeben. Durch die Entscheidung kann in Abbot Point einer der grössten Häfen zur Verschiffung von Kohle entstehen.

1,1 Millionen Kubikmeter Material müssen für das Projekt ausgehoben und an Land deponiert werden. Das Projekt sei unter 30 Auflagen genehmigt worden, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums mit.

Drei Millionen Kubikmeter Schlamm

Die indische Firma Adani baut im Staat Queensland eine der grössten Kohleminen der Welt. Um die Kohle zu verschiffen, muss der Hafen von Abbot Point ausgebaut werden. Ursprünglichen Plänen zufolge sollten dafür drei Millionen Kubikmeter Schlamm ausgehoben und in der Nähe des Great Barrier Reef versenkt werden. Diese Pläne wurden nach einem Aufschrei von Umweltschützern allerdings geändert.

«Der gesamte Aushub wird an Land in existierenden Industrieanlagen deponiert», sagte die Ministeriumssprecherin. Überdies sei der Hafen 20 Kilometer vor dem weltberühmten Korallenriff, und das Projekt werde das australische Wahrzeichen nicht beschädigen.

Umweltschützer warnen vor katastrophalen Folgen des Ausbaggerns für das empfindliche Ökosystem am Riff, auch wenn der Abraum nicht in der Nähe der Korallen gebracht wird. Sie fürchten die Auswirkungen des verstärkten Schiffsverkehrs und die Gefahr von Unfällen und Umweltverschmutzung. Die Umweltorganisation WWF verurteilte die Entscheidung der Regierung.

Und auch die Bewohner der australischen Nordostküste, protestieren gegen das Bauvorhaben:

SDA/chi

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