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Bessere Haftbedingungen für den Friedensnobelpreisträger

Für den in Haft sitzenden Liu Xiaobo hat sich die Friedensnobelauszeichung inzwischen ausbezahlt. Der Dissident erhält nun Spezialmahlzeiten statt Massenkost.

Letzte Vorbereitungen: Arbeiter vor einem Plakat von Liu Xiaobo in Oslo.
Letzte Vorbereitungen: Arbeiter vor einem Plakat von Liu Xiaobo in Oslo.
Reuters
Wollte ursprünglich den Friedensnobelpreis für ihren Mann entgegennehmen: Liu Xia, die unter Hausarrest steht.
Wollte ursprünglich den Friedensnobelpreis für ihren Mann entgegennehmen: Liu Xia, die unter Hausarrest steht.
Keystone
«Lasst Liu Xiaobo frei»: Proteste vor dem chinesischen Verbindungsbüro in Hongkong im Juni 2009.
«Lasst Liu Xiaobo frei»: Proteste vor dem chinesischen Verbindungsbüro in Hongkong im Juni 2009.
Keystone
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Die Unterstützung ausländischer Regierungen für den diesjährigen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo wertet Peking als Einmischung in seine inneren Angelegenheiten. Politiker einiger Länder nutzten die Auszeichnung, um China anzugreifen, sagte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums am Dienstag. «Das ist nicht nur eine Respektlosigkeit gegenüber dem chinesischen Rechtssystem, sondern stellt auch ihre wahren Absichten infrage», sagte er.

Für Liu hat der Nobelpreis offenbar bessere Haftbedingungen zur Folge. Statt der bescheidenen Massenkost, die sonst Gefangenen vorgesetzt wird, erhalte Liu extra für ihn zubereitetes Essen mit Reis, sagte seine Frau Liu Xia der Nachrichtenagentur AP. Das habe ihr der Bruder ihres Mannes mitgeteilt. Von weiteren Hafterleichterungen war zunächst nichts bekannt.

Lius Frau weiterhin im Hausarrest

Liu Xia selbst wird nach wie vor von der Aussenwelt abgeschirmt. «Ich darf keine Freunde oder Journalisten treffen. Wenn ich tägliche Besorgungen machen muss, wie einen Besuch bei meiner Mutter oder Einkäufe, muss ich in ihrem (Polizei-)Auto fahren», sagte sie über ein Mobiltelefon, das ihr Bruder ihr besorgt hat. Ihr eigenes Handy wurde von den Behörden unbrauchbar gemacht.

Vor Liu Xias Wohnkomplex postierte Wachen lassen keine Besucher ausser nahe Verwandte durch. Eine Delegation der Europäischen Union wurde abgewiesen, als sie ihr eine Grussbotschaft des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso überreichen wollte. Bislang gibt es keine offizielle Begründung für den Hausarrest. Von Vorwürfen gegen Liu Xia ist nichts bekannt.

dapd/mrs

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