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Blutigster Anschlag seit dem Ende des US-Kampfeinsatzes

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Armeegebäude in Bagdad sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Zudem wurden 36 weitere Menschen verletzt.

Erst kürzlich wurden bei einem Anschlag 45 Menschen getötet: Zerstörte Teile von Bagdad am 25. August.
Erst kürzlich wurden bei einem Anschlag 45 Menschen getötet: Zerstörte Teile von Bagdad am 25. August.
Keystone

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Armeegebäude in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Zudem seien 36 weitere Menschen verletzt worden, teilte die Armee am Abend mit.

Bei dem Anschlag am Sonntagvormittag auf den früheren Sitz des irakischen Verteidigungsministeriums im zentral gelegenen Stadtviertel Bab Al Muasam handelte es sich um das blutigste Attentat seit dem Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak vor wenigen Tagen.

Das Gebäude wird von der Armee als Rekrutierungsbüro genutzt und war bereits Mitte August Schauplatz eines Anschlags, bei dem 59 Menschen starben. In der Nachbarschaft befindet sich zudem die Befehlszentrale der für den Ostteil der Hauptstadt zuständigen Armeeeinheit.

Fünf Attentäter

Nach aktuellen Angaben eines Armeesprechers fuhren insgesamt fünf Selbstmord-Attentäter in der Nähe des Eingangs des Gebäudes vor. «Einer stieg aus dem Minibus. Die Sicherheitskräfte schossen auf ihn und er sprengte sich in die Luft.»

Zwei weitere Attentäter seien in ein benachbartes Gebäude geflohen. Sie lieferten sich den Angaben zufolge einen Schusswechsel mit Soldaten und zündeten dann ihre Sprenggürtel. Die übrigen zwei Angreifer wiederum sprengten sich mit dem Bus in die Luft.

Angespannten Sicherheitslage

Ende August hatte die US-Armee ihre Kampfbrigaden abgezogen und den Kampfeinsatz im Irak offiziell beendet. Die knapp 50'000 noch im Irak verbleibenden US-Soldaten sollen sich auf die Ausbildung und Beratung der einheimischen Truppen beschränken und das Land bis Ende 2011 verlassen.

Der Abzug der US-Kampftruppen hatte zuletzt Befürchtungen bezüglich der ohnehin angespannten Sicherheitslage im Irak genährt, wo wieder häufiger Anschläge verübt werden.

afp/sda/bru/mrs

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