Chefideologe der Roten Khmer ist tot

Nuon Chea starb im Alter von 93 Jahren in Kambodscha. Im vergangenen November war er des Genozids schuldig gesprochen worden.

Wurde zu lebenslanger Haft verurteilt: Nuon Chea bei einer Anhörung vor dem kambodschanischen Sondertribunal Ende 2018. Foto: Mark Peters/AFP

Wurde zu lebenslanger Haft verurteilt: Nuon Chea bei einer Anhörung vor dem kambodschanischen Sondertribunal Ende 2018. Foto: Mark Peters/AFP

Der einstige Chefideologe der Roten Khmer in Kambodscha ist tot. Nuon Chea sei im Alter von 93 Jahren im Krankenhaus gestorben, sagte ein Sprecher des kambodschanischen Sondertribunals für die Verbrechen der Roten Khmer am Sonntag.

Nuon Chea war im November vergangenen Jahres vom Sondertribunal in Phnom Penh des Genozids schuldig gesprochen worden. Er galt als Nummer zwei in der Hierarchie der von Pol Pot angeführten ultra-maoistischen Roten Khmer.

Unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 kamen rund zwei Millionen Menschen durch Zwangsarbeit, Hungersnöte, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die Opferzahl entsprach fast einem Viertel der Gesamtbevölkerung Kambodschas. Das Schreckensregime endete am 7. Januar 1979, als vietnamesische Truppen die Machthaber vertrieb. Pol Pot starb 1998, ohne dass ihm jemals der Prozess gemacht wurde.

Nuon Chea wurde erst 2007 festgenommen. Im vergangenen November wurde er vom Sondertribunal zusammen mit Ex-Staatschef Khieu Samphan zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nuon Chea wurde wegen Völkermords an den Cham-Muslimen und an ethnischen Vietnamesen schuldig gesprochen.

sda

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