China droht USA mit Vergeltung im Handelskrieg

China will den Handelsstreit mit den USA in einer ruhigen und vernünftigen Weise lösen. Dennoch sprach Aussenminister Wang Yi von weiteren Gegenmassnahmen.

China werde sich niemals von Drohungen einschüchtern lassen oder dem Druck unterwerfen: Chinas Aussenminister Wang Yi bei der Uno-Vollversammlung in New York.</p><p>Bild: epa/Justin Lane

China werde sich niemals von Drohungen einschüchtern lassen oder dem Druck unterwerfen: Chinas Aussenminister Wang Yi bei der Uno-Vollversammlung in New York.

Bild: epa/Justin Lane

Im Handelsstreit mit den USA hat Chinas Aussenminister Wang Yi Washington mit weiteren Gegenmassnahmen gedroht. Man wolle Probleme in einer ruhigen und vernünftigen Weise lösen. «Sollte die andere Seite aber in böser Absicht handeln oder keinen Respekt für den gleichen Status oder die gleiche Rolle bei den Verhandlungen zeigen, müssen wir die notwendigen Massnahmen ergreifen, um unser legitimes Recht und Interesse zu wahren», sagte Wang vor der Uno-Vollversammlung am Freitag in New York. Er nannte die USA in seiner Rede dabei nicht direkt.

Gleichzeitig warnte er, dass der wirtschaftliche Protektionismus der Trump-Administration die Welt in eine Rezession stürzen könnte. Zölle und provozierte Handelskonflikte dienten dazu, «die globale Wirtschafts- und Handelsordnung zu untergraben», sagte Wang. Wenn international anerkannte Regeln verletzt würden, könne die Welt im Chaos versinken. Dabei werde China sich niemals von Drohungen einschüchtern lassen oder dem Druck unterwerfen.

Internationale Konjunktur belastet

US-Präsident Donald Trump hat vor mehr als einem Jahr einen Handelskrieg mit Peking angezettelt, der zuletzt eskaliert war. Seitdem überziehen sich die beiden grössten Volkswirtschaften mit Strafzöllen, was die internationale Konjunktur belastet. Seit Monaten laufen Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen der beiden Grossmächte.

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen am Dienstag hatte Trump eine Reform des internationalen Handelssystems gefordert und China erneut unfaires Wirtschaften vorgeworfen. Seine Regierung werde eine «ehrgeizige Kampagne» zur Reform des Welthandels vorantreiben. Die Welthandelsorganisation (WTO) brauche «drastischen Wandel». Es könne zum Beispiel nicht sein, dass China als zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt bei den Handelsbeziehungen nach WTO-Regeln die Vorteile eines Entwicklungslandes für sich geltend machen könne, so Trump.

sda

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